30 August 2022

Armee soll im Medizinbereich besser einspringen k├Ânnen

Die sicherheitspolitische Kommission der Armee will, dass die Armee einspringen kann, wenn die zivilen medizinischen Dienste an ihre Grenzen gelangen. Einen Lehrgang in der Pflege soll die Armee aber nicht anbieten.

Die Kommission hat am Dienstag knapp mit zw├Âlf zu elf Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen, eine Motion von St├Ąnderat Werner Salzmann (SVP/BE) anzunehmen, sie aber abzu├Ąndern, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

Salzmann verlangt mit der von der kleinen Kammer angenommenen Motion, dass die Armee „bef├Ąhigt wird, mehrere hundert Patienten ├╝ber mehrere Monate medizinisch zu betreuen“. Sie soll ├╝bernehmen k├Ânnen, wenn zivile Stellen ├╝berlastet sind. Der Bundesrat ist aufgefordert, zu pr├╝fen, ob die Armee nach dem Modell des Cyber-Lehrgangs einen medizinischen Pflegelehrgang einf├╝hren soll.

Die Mehrheit der Kommission erachtet es als wichtig, dass die Armee den zivilen Gesundheitsbereich unterst├╝tzen kann, gerade etwa in einer Pandemie. Allerdings ist die Kommission „dezidiert der Meinung“, dass die Armee keinen medizinischen Pflegelehrgang einf├╝hren soll, wie es in der Mitteilung heisst. Weder entspreche ein solcher den Aufgaben der Armee noch st├╝nde gen├╝gend milit├Ąrische Ausbildungszeit zur Verf├╝gung.

Eine Minderheit lehnt die Motion g├Ąnzlich ab, weil aus ihrer Sicht die bestehenden F├Ąhigkeiten der Armee gen├╝gen. Auch der Bundesrat ist dagegen. Er will an den heutigen subsidi├Ąr geleisteten Eins├Ątzen der Armee festhalten. Die Motion geht an den Nationalrat.

(text:sda/bild:unsplash)