7 September 2026

Armee bekennt sich zum Standort Thun

Das Verteidigungsdepartement VBS wird im Planungsperimeter des Entwicklungsschwerpunktes Thun Nord keine weiteren bundeseigenen Flächen mehr für rein zivile Nutzung abgeben. Das hat der Bundesrat beschlossen. Vetretende von armasuisse und der Armee haben die Stadt im August entsprechend informiert. Man habe den Entscheid zur Kenntnis genommen, heisst es von der Thuner Stadtpräsidentin Eveline Salzmann gegenüber Radio BeO. Auf die Frage, was der Entscheid für die Stadt bedeute, gibt sie sich eher wortkarg. Falls dort Arbeitsplätze entstehen würden, sei das durchaus auch im Interesse der Stadt, so Salzmann weiter.

Der Bund hat heuer aber auch den geplanten S-Bahnhof Thun Nord von der Prioritätenliste gestrichen. Man werde sich aber weiter dafür einsetzen, dass das Projekt dennoch ins Programm aufgenommen werde, so Salzmann, man prüfe aber auch Übergangslösungen, allenfalls eine Alternativlösung. Punkto zusätzlichem Wohnraumbedarf zeigt sich Salzmann gelassen. Da habe man mit Bostudenzelg, Neue Freistadt und Siegenthalergut die Hausaufgaben gemacht.

Der Waffenplatz Thun sei für die Ausbildung, Logistik und Weiterentwicklung der Armee von zentraler Bedeutung, heisst es aus Bern. Die betroffenen Flächen würden zugleich Potential für die Ansiedlung und Vernetzung von verteidigungsrelevanter Industrie und Forschung bieten, beispielsweise in den Bereichen Drohnen, Robotik oder Cyber. Das VBS verfolge das Ziel, den Standort Thun als Defence Cluster weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Armee zu stärken. In den nächsten 12 bis 24 Monaten will der Bund weiter Gespräche mit der Stadt führen.

(text:csc,pd/bild:zvg/vbs)