9 Januar 2024

Arbeitslosigkeit im 2023 so tief wie seit 20 Jahren nie mehr

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im Dezember 2023 um 809 Personen auf 9242. Die Arbeitslosenquote stieg von 1,5 auf 1,7 Prozent (Schweiz: von 2,1 auf 2,3 Prozent). Die Zunahme ist vorwiegend durch die zu dieser Jahreszeit übliche Entwicklung im Baugewerbe begründet. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte ist die Arbeitslosigkeit im Kanton Bern stabil geblieben. Im Jahresmittel 2023 waren 7970 Personen arbeitslos (2022: 9261). Dies entspricht einer jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von 1,4 Prozent (2022: 1,7 Prozent) – der tiefste Wert seit 2001.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember erklärt sich mehrheitlich mit saisonalen Effekten. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, verzeichnete das Baugewerbe den grössten Anstieg (+469 Personen). Hinzu kam, dass nahezu alle übrigen Branchen leicht steigende Arbeitslosenzahlen aufwiesen. Die Abnahme der Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe (–55 Personen) – dank dem Start der Wintersaison – war schwächer als im langjährigen Durchschnitt.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote beträgt 1,5 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).

Die Arbeitslosigkeit stieg in acht der zehn Verwaltungskreisen an, in den touristisch geprägten Verwaltungskreisen Obersimmental-Saanen und Interlaken-Oberhasli ging sie zurück. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den Verwaltungskreisen geht von 0,7 (Obersimmental-Saanen und Frutigen-Niedersimmental) bis 3,2 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Dezember 2022 sind 532 Personen mehr arbeitslos.

(text:pd/bild:unsplash)