18 April 2024

Appelle zu Gewaltverzicht an Israel und Iran

W├Ąhrend engste Verb├╝ndete Israel nach dem iranischen Grossangriff zu Verzicht auf eine harte Gegenreaktion dr├Ąngen, beh├Ąlt sich der j├╝dische Staat eine eigene Entscheidung ├╝ber das weitere Vorgehen vor. Die EU rief sowohl Israel als auch den Iran auf, von weiteren gegenseitigen Angriffen abzusehen. Man fordere alle Parteien nachdr├╝cklich auf, ├Ąusserste Zur├╝ckhaltung zu ├╝ben und keine Massnahmen zu ergreifen, die die Spannungen in der Region verst├Ąrken k├Ânnten, hiess es in einer in der Nacht zum Donnerstag beim EU-Gipfel in Br├╝ssel ver├Âffentlichten Erkl├Ąrung der Staats- und Regierungschefs. Auch UN-Generalsekret├Ąr Antonio Guterres rief angesichts „gef├Ąhrlicher Rhetorik in der Region“ erneut zu „gr├Âsster Zur├╝ckhaltung“ auf, wie sein Sprecher sagte. Israels Kriegskabinett will der israelischen Nachrichtenseite Ynet zufolge diesen Donnerstag ├╝ber eine Antwort auf den iranischen Angriff, die festgefahrenen Verhandlungen ├╝ber einen Geisel-Deal im Gaza-Krieg sowie den versch├Ąrften Konflikt mit der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon beraten.

Im Anschluss an Krisengespr├Ąche mit Deutschland und Grossbritannien hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch gesagt, er sch├Ątze zwar „Vorschl├Ąge und Ratschl├Ąge“. Israel werde jedoch seine Entscheidungen selbst treffen und „alles Notwendige tun, um sich selbst zu verteidigen“, sagte Netanjahu nach Treffen mit Aussenministerin Annalena Baerbock und dem britischen Aussenminister David Cameron. Vor ihrem Weiterflug zum G7-Aussenministertreffen in Capri mahnte Baerbock den Iran und Israel zu „maximaler Zur├╝ckhaltung“. Sie warnte: „Mit einer Eskalationsspirale w├Ąre niemandem gedient.“ Die Aussenminister der Gruppe sieben wirtschaftsstarker Demokratien beraten am Donnerstag angesichts eines drohenden Fl├Ąchenbrands ├╝ber weitere Sanktionen gegen den Iran.

(text:sda/bild:keystone)