4 Januar 2023

„Apollo 7“-Astronaut Walter Cunningham gestorben

Der letzte der drei Astronauten, die 1968 beim ersten bemannten Apollo-Raumflug f├╝r elf Tage die Erde umkreisten, ist tot: Walter Cunningham starb am Dienstag im Alter von 90 Jahren in Houston, wie die US-Raumfahrtbeh├Ârde Nasa mitteilte.

Nasa-Chef Bill Nelson w├╝rdigte Cunningham als Entdecker, der mit seinen Kameraden den Weg f├╝r die heutige „Artemis“-Generation geebnet habe. Am 11. Oktober 1968 war Cunningham unter dem Kommando von Walter Schirra und mit Donn Fulton Eisele zu der elft├Ągigen „Apollo 7“-Mission ins All gestartet. Die Mission wurde f├╝r die Nasa ein Erfolg – die vielen Tests lieferten wichtige Informationen. Wodurch auch der Weg f├╝r die Mondlandung ein Jahr sp├Ąter geebnet wurde.

Bei der „Apollo 7“-Mission stand viel auf dem Spiel: Rund anderthalb Jahre zuvor waren beim Brand der „Apollo 1“-Kapsel w├Ąhrend einer ├ťbung drei Nasa-Astronauten ums Leben gekommen. Der 263 Stunden dauernde und rund 7,2 Millionen Kilometer lange Flug endete am 22. Oktober 1968 im Atlantischen Ozean. „Apollo 7“ hatte erstmals eine Kamera dabei, mit der Live-├ťbertragungen ins Fernsehen m├Âglich waren – f├╝r die Nasa ein PR-Coup, f├╝r den sie sogar einen renommierten US-Fernsehpreis, den Emmy, gewann. Eisele starb 1987, Schirra 2007.

Cunningham wurde am 16. M├Ąrz 1932 in Creston im US-Bundesstaat Iowa geboren. Der studierte Physiker wurde 1963 als Astronaut ausgew├Ąhlt. 1971 verliess er die Nasa leitete anschliessend mehrere Unternehmen. Ausserdem moderierte er Radiotalksendungen. Cunningham hinterl├Ąsst seine Frau und zwei Kinder. Seine Familie erkl├Ąrte zum Tod Walters: „Die Welt hat einen weiteren wahren Helden verloren, und wir werden ihn sehr vermissen.“

(text:pd/bild:keyston)