2 März 2022

Hat der Ehemann seine Frau in Berner Spital vergiftet?

Nachdem im M√§rz 2021 eine Frau in einem Spital in Bern verstorben war und sich in der Folge Hinweise auf eine m√∂gliche Vergiftung ergeben hatten, hat die Kantonspolizei Bern unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Bern- Mittelland √ľber Monate Ermittlungen get√§tigt. Im Zuge dieser wurde ein Mann verhaftet. Die Staatsanwaltschaft hat den 50-j√§hrigen Beschuldigten nun wegen Mordes, eventuell vors√§tzlicher T√∂tung angeklagt.

Am Mittwoch, 24. M√§rz 2021, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass in einem Spital in Bern eine Frau verstorben und die genaue Todesart unklar sei. Wie bei sogenannten aussergew√∂hnlichen Todesf√§llen vorgesehen, wurden zur genauen Bestimmung von Todesart und Todesursache das Institut f√ľr Rechtsmedizin der Universit√§t Bern sowie f√ľr erste polizeiliche Abkl√§rungen verschiedene Dienste der Kantonspolizei Bern beigezogen. Bei den nachfolgenden Untersuchungen ergaben sich Anzeichen, dass die Frau an den Folgen einer Medikamenten-Vergiftung verstorben sein d√ľrfte. Es handelt sich um eine 54-j√§hrige Schweizerin aus dem Kanton Bern.

Anfang April 2021 wurde der Ehemann der Verstorbenen festgenommen. Im Zuge der mehrmonatigen polizeilichen Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass der 50-jährige Schweizer der Frau die Medikamente vorsätzlich ohne deren Wissen verabreicht und sie somit getötet hatte. Der Mann bestreitet die ihm gemachten Vorhalte. Er befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Anfang März 2022 erhob die Staatsanwaltschaft gegen den Beschuldigten wegen Mordes, eventuell vorsätzlicher Tötung Anklage.

(text:pd/bild:beo)