2 April 2021

Deutschland empfiehlt anderes Vakzin f├╝r Zweitimpfung nach Astrazeneca

Nach dem Inkrafttreten der neuen Altersempfehlung f├╝r den Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat die St├Ąndige Impfkommission (Stiko) in Deutschland j├╝ngeren Geimpften ein anderes Vakzin f├╝r die Zweitimpfung empfohlen.

Unter 60-J├Ąhrigen solle nach zw├Âlf Wochen anstelle der zweiten Astrazeneca-Impfstoffdosis eine Dosis der Vakzine von Biontech/Pfizer oder Moderna verabreicht werden, teilte das Gremium am Donnerstag mit.

Im „Spiegel“ nahm der Chef der St├Ąndigen Impfkommission, Thomas Mertens, derweil Stellung zu den wechselnden Empfehlungen seines Expertengremiums bez├╝glich des Astrazeneca-Vakzins.

„Das in Deutschland f├╝r die Sicherheits├╝berwachung zust├Ąndige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte ein sehr deutliches Signal erkannt, darauf musste die Stiko reagieren“, sagte Mertens. Einen Imageschaden f├╝r die Impfkampagne sieht er nicht. Die aktuelle Situation zeige, dass das Sicherheitssystem in Deutschland funktioniere. Er finde es schade, dass nur das Negative betont werde.

Es komme jetzt auf die Umverteilung an, um das Impftempo nicht zu gef├Ąhrden. „In Deutschland gibt es genug Menschen ab 60 Jahren, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollen und noch nicht geimpft sind. Sie k├Ânnen den Impfstoff von Astrazeneca erhalten. Es fallen also keine Impfdosen weg“, betonte Mertens.

Die deutsche Regierung hatte am Dienstag beschlossen, das Astrazeneca-Vakzin nur noch an Menschen ├╝ber 60 Jahren zu verimpfen. Hintergrund sind Thrombose-F├Ąlle vor allem bei j├╝ngeren Frauen.

J├╝ngere Menschen in den Impfgruppen eins und zwei k├Ânnten „gemeinsam mit dem impfenden Arzt nach ├Ąrztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgf├Ąltiger Aufkl├Ąrung entscheiden, mit Astrazeneca geimpft werden zu wollen“, hiess es in dem Beschluss der Impfkommission.

(text:sda/bild:archiv)