7 Februar 2022

Alpiq leitet grosses Solarprojekt in Walliser Alpen

Der Energiekonzern Alpiq plant gemeinsam mit Partnern eine Solaranlage in den Schweizer Alpen. Das Projekt namens Gondosolar an der Grenze zu Italien will sich zu Nutze machen, dass die Sonnenstrahlung in h├Âheren Lagen st├Ąrker ist als im Mittelland.

Oberhalb der Walliser Ortschaft Gondo sei die gr├Âsste Photovoltaikanlage der Schweiz geplant, hiess es in einer Mitteilung vom Montag. Dank der Lage auf ├╝ber 2000 Metern ├╝ber Meer werde Gondosolar j├Ąhrlich rund 23,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren – mehr als die H├Ąlfte davon im Winterhalbjahr (55 Prozent). Die Wolkenbedeckung sei in Gondo relativ gering.

Auf einer Fl├Ąche von rund 100’000 Quadratmetern sollen 4500 so genannte bifaziale Solar-Elemente (beidseitig aktive Module) installiert werden. Mit einer Leistung von insgesamt 18 Megawatt decke Gondosolar den durchschnittlichen Bedarf von mindestens 5200 Haushalten. Investiert werden rund 42 Millionen Franken in das Projekt.

Gondosolar ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Gondo-Zwischbergen, der lokalen Kraftwerks- und Netzbetreiberin Energie Electrique du Simplon (EES) und dem Projektinitianten Renato Jordan, dem das Bauland geh├Ârt, wie es hiess. Alpiq ist den Angaben zufolge Hauptaktion├Ąrin der EES (rund 82 Prozent) und leitet das Projekt. Weitere Partner aus der Branche und aus der Wissenschaft w├╝rden das Projekt unterst├╝tzen – wie etwa die Z├╝rcher Hochschule f├╝r Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Sobald das Bewilligungsverfahren abgeschlossen ist und die F├Ârderzusage des Bundes vorliegt, k├Ânne das Projekt Gondosolar innerhalb von drei Jahren gebaut und in Betrieb genommen werden.

(text:sda/bild:unsplash)