Allianz fordert Erweiterung des Bundesamtes für Sport
Die Allianz Bewegung, Sport und Gesundheit lanciert eine „Agenda für ein Bewegungsland Schweiz“. Im Zentrum steht die Forderung nach besseren Rahmenbedingungen, um Bewegung und Sport für alle zu ermöglichen. Das Bundesamt für Sport wird aufgefordert, seine Aktivitäten zu erweitern und ein Kompetenzzentrum für Sport und Bewegung für alle aufzubauen.
Fast ein Viertel der Bevölkerung in der Schweiz erfüllt die nationalen Bewegungsempfehlungen nicht, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Und die Zahlen blieben stehen.
Dieser Bewegungsmangel verursache erhebliches Leid und hohe Kosten, warnt die Allianz. So gehen gemäss ihren Angaben 1621 Todesfälle direkt auf Bewegungsmangel zurück, und dieser wiederum verursache volkswirtschaftliche Kosten von 2,5 Milliarden Franken.
Im Zentrum der Allianz-Agenda steht die Erweiterung des heutigen Bundesamtes für Sport zu einem Bundesamt für Sport und Bewegung. Dieses soll die Zuständigkeiten bündeln und die Koordination zwischen den Politikbereichen Sport, Gesundheit, Bildung, Raumplanung, Mobilität und Umwelt sicherstellen.
Damit soll der Stellenwert von Bewegung als grundlegendem Bestandteil der Gesundheitsförderung, sozialen Teilhabe und Lebensqualität der Bevölkerung gestärkt und auf nationaler Ebene klar zugeordnet und verankert werden, wie es in der Mitteilung heisst.
Die Allianz Bewegung, Sport und Gesundheit wählte die frühere Berner SP-Nationalrätin Ursula Wyss zur neuen Präsidentin, wie sie am Montag weiter mitteilte.
Die Allianz wurde nach eigenen Angaben 2020 gegründet mit dem Ziel, das Thema der gesundheitsförderlichen Bewegung mit der Unterstützung von verschiedenen Organisationen aus dem Gesundheits-, Sport- und Bewegungsbereich nachhaltig in der Schweizer Politik zu verankern. Sie repräsentiert demnach rund 30 Mitgliederorganisationen und Einzelmitglieder aus allen Bereichen von Bewegung und Sport.
(text:sda/bild:unsplash)