31 März 2026

Alkoholismus bleibt die verbreitetste Suchtkrankheit in der Schweiz

Alkoholismus ist und bleibt die in der Schweiz am weitesten verbreitete Suchtkrankheit. Von den über 40’000 Personen, die laut den neuesten Zahlen des Monitoringsystems Act-Info von Sucht Schweiz eine Suchtbehandlung begonnen haben, wurden fast die Hälfte wegen eines Alkoholproblems behandelt.

Das Durchschnittsalter der Patientinnen und Patienten mit Alkoholproblemen lag bei etwa 45 Jahren, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen von Sucht Schweiz hervorgeht. Damit lag es höher als bei den meisten anderen Substanzen. Im Durchschnitt vergingen mehr als zehn Jahre zwischen dem Beginn eines problematischen Alkoholkonsums und der ersten Behandlung.

Im Jahr 2024 begannen zudem über 5000 Menschen eine Behandlung wegen Kokain- oder Crackkonsums. Sucht Schweiz zeigt sich vor allem alarmiert über den massiven Anstieg der Behandlungsnachfragen um mehr als 40 Prozent zwischen 2020 und 2024.

Gleichzeitig kritisiert der Verband den Bund, da durch geplante Sparmassnahmen das Monitoringsystem geschwächt werde, obwohl der tatsächliche Behandlungsbedarf vermutlich deutlich höher ist.

(text:sda&pmu/bild:unsplash)