Alice Kropf wird höchste Thunerin 2026
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(02:45)
Das Thuner Stadtparlament wählte am Freitagabend Alice Kropf (SP) zur Stadtratspräsidentin für das Jahr 2026. Die 52-Jährige ist seit 2013 Mitglied des Stadtparlaments. Aufgewachsen im Eriz, ist Thun für sie seit den 1990er-Jahren zur Heimat geworden. Wer die Politik in Thun verfolgt, weiss, dass sie dort immer wieder auch mit kritischen Voten auffällt. Als Stadtpräsidentin ist es jedoch ihre Aufgabe, das Parlament zu vereinen. Das werde für sie nicht nur einfach, sagt Alice Kropf. Die neue Rolle sei für die erfahrene Parlamentarierin eine Herausforderung, auf die sie sich freue.
„Ich werde in die Rolle hineinwachsen, mir Mühe geben, das Amt korrekt auszuüben, und mich ein Jahr lang etwas mehr zurückhalten“, meint Kropf. Wer sie kenne, wisse, welche politischen Haltungen sie vertrete. Als Stadtpräsidentin rücken diese inhaltlich jetzt aber etwas in den Hintergrund. Sie sei besonders gespannt auf die vielen neuen Begegnungen, die sie in ihrem Jahr als höchste Thunerin erleben werde.
Alice Kropf arbeitet als Pflegefachfrau im psychiatrischen Bereich. Entsprechend gehört die Gesundheitspolitik zu ihren zentralen politischen Anliegen. Daneben setzt sie sich für den Ausbau von Velowegen, für den Klimaschutz und für feministische Themen ein. Seit letztem Jahr politisiert Alice Kropf zudem für die SP im Berner Grossen Rat. Dennoch bleibt für sie die lokale Politik in Thun besonders wichtig. Sie schätzt die Nähe zu den Menschen und möchte die Thunerinnen und Thuner ermutigen, sich aktiv für das politische Geschehen in ihrer Stadt zu interessieren und sich einzubringen.
Alice Kropf wünscht sich mehr Frauen in der Thuner Politik und im Stadtrat. Dafür werde sie sich auch in ihrem Jahr als Stadtpräsidentin einsetzen, sagt sie.
(text:pmus/bild:stadtthun)