12 November 2021

AKW Gösgen SO geht nach Reaktorschnellabschaltung wieder ans Netz

Das Atomkraftwerk (AKW) Gösgen im Kanton Solothurn hat am Freitagnachmittag seinen Betrieb wiederaufgenommen. Es war in der Nacht auf Freitag automatisch abgeschaltet worden. Grund war ein fÀlschlich ausgelöster Grenzwert bei einem Austausch an der Reaktorleittechnik.

Die Stromproduktion sei um 04.35 Uhr unterbrochen worden, teilte die Kernkraftwerk Gösgen AG (KKG) am Freitag weiter mit. Das Ereignis habe keine Auswirkungen auf die Umwelt gehabt. Die Atomaufsichtsbehörde, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi), sei informiert worden.

GemĂ€ss Ensi kam es in Folge einer Instandsetzungsmassnahme zur automatischen Reaktorschnellabschaltung. Das Messnetz des Ensi zur automatischen DosisleistungsĂŒberwachung in der Umgebung der Kernkraftwerke (Maduk) habe keinen Anstieg der RadioaktivitĂ€t gezeigt, teilte das Ensi auf seiner Website mit.

Das meldepflichtige Vorkommnis werde wie in solchen FĂ€llen ĂŒblich analysiert. Das AKW Gösgen war 1979 in Betrieb gegangen.

Weiterhin vom Netz ist derzeit das AKW Leibstadt AG. Die Ende Mai gestartete Jahresrevision dauert einen Monat lÀnger als zunÀchst geplant. Die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) rechnet mit der Wiederaufnahme der Stromproduktion auf Anfang Dezember.

(text:sda/bild:unsplash)