28 April 2021

Ajoie steigt zum dritten Mal auf

Der Hockeyclub Ajoie steigt zum dritten Mal nach 1988 und 1992 in die höchste Spielklasse des Schweizer Eishockey auf. Die Jurassier gewinnen gegen Kloten 5:4 nach Verlängerung.

Ajoie zerschlägt die Aufstiegsambitionen des favorisierten EHC Kloten mit dem dritten Heimsieg in der Finalserie. Meister der Swiss League war Ajoie bereits vor fünf Jahren; damals verzichteten die Jurassier wegen der fehlenden Infrastruktur auf die Ligaqualifikation. Diesmal fällt diese wegen der Corona-Pandemie aus, der Meister steigt direkt auf.

Die Entscheidung in der neuen Arena in Pruntrut fällt erst in der Verlängerung. Nach 71:17 Minuten ist es der Routinier Mathias Joggi, der Ajoie aus einem Getümmel heraus ins Glück schiesst. Den Klotenern, die den Aufstieg vehementer anstrebten, und in der Verlängerung die besseren Chancen haben, bleibt nur der Frust.

Dabei starteten sie besser in die Schicksalspartie. Nachdem es in den ersten beiden Auswärtsspielen des Finals nicht einmal reüssiert hatte (0:5 und 0:4), brauchte es diesmal nur 77 Sekunden, um Ajoies Goalie Tim Wolf erstmals zu bezwingen. Verteidiger Nicholas Steiner brach den Bann und leitete ein wildes Spiel ein, dessen Momentum munter hin und her wechselte. Es war der Abend der Doppelschläge.

Noch im Startdrittel wendeten Thibault Frossard und der PostFinance-Topskorer Philip-Michaël Devos das Blatt ein erstes Mal. Im mittleren Abschnitt entglitt den Jurassiern das Heft aber vorübergehend komplett. Andri Spiller im Powerplay, Niki Altorfer und Robin Figren brachten die Klotener bis zur 29. Minute 4:2 in Führung. Die erstmalige Zweitore-Führung bewerkstelligte der Schwede mit einem Penalty, nachdem die Gäste eine doppelte Unterzahl überstanden und der erste zurückkehrende Klotener Dario Meyer alleine aufs Tor von Wolf ziehen und nur regelwidrig gestoppt werden konnte.

Es hätte der entscheidende Knacks im Spiel von Ajoie sein können, doch auch die nervösen Klotener brachten keine Ruhe ins Spiel. Devos, wer sonst, nĂĽtzte die nächste Strafe zum Anschluss und sein Sturmpartner Jonathan Hazen glich bereits in der 33. Minute wieder aus. Erst danach besannen sich die beiden Teams wieder auf die bewährte Regel „safety first“.

(text:sda/bild:sda)