5 Juni 2026

Drei Varianten zur Umsetzung der Airbnb-Initiative in Unterseen

Nachdem Unterseen im vergangenen Sommer als erste Gemeinde der Region die Initiative zur Beschränkung der Kurzzeitvermietung unter dem Motto «Wohnraum schützen – Airbnb regulieren» angenommen hat, arbeitet der Gemeinderat nun intensiv an der praktischen Umsetzung.

Da die Initiative kein fertig ausgearbeitetes Gesetz darstellt, hat der Gemeinderat drei verschiedene Varianten entwickelt, die nun geprüft werden. Die erste Möglichkeit sieht eine Verschärfung des Baureglements aus dem Jahr 2024 vor, wobei der Zusammenhang zwischen Erst- und Zweitwohnungsanteilen über das gesamte Gemeindegebiet hinweg vereinheitlicht, erklärt der Gemeindepräsident Thomas Wegmann gegenüber Radio BeO. Eine zweite Variante zielt darauf ab, die Initiative so direkt wie möglich umzusetzen, indem die Vermietung auf maximal 90 Tage pro Jahr begrenzt wird. Als dritte Option steht der sogenannte Selbstbewohneransatz im Raum, nach dem Kurzzeitvermietungen künftig nur noch in Liegenschaften zulässig wären, die auch tatsächlich von den Vermieter*innen selbst bewohnt werden.

Um die Bevölkerung über diese Vorschläge zu informieren, findet im August ein öffentlicher Informationsanlass statt. Im Anschluss wird festgelegt, welche Variante in die formelle Vorprüfung beim Amt für Gemeinden und Raumordnung geht, bevor der Prozess über die öffentliche Mitwirkung und Auflage schliesslich zur finalen Entscheidung an der Gemeindeversammlung führt.

(text:chl/bild:unsplash)