Air-Glaciers birgt Bergsteiger am Schreckhorn
Am rund 4000 Meter hohen Schreckhorn stürzte am Morgen vom 23. Juli ein Bergsteiger und verletzte sich. Schwierige Windverhältnisse erschwerten die Rettung der Rettungsorganisationen.
Ein Bergführer und sein Gast befanden sich am Schreckhorn im Berner Oberland, als der Gast abstürzte und vom Seil aufgefangen wurde. Dabei zog er sich Verletzungen zu und musste aus dem anspruchsvollen, hochalpinen Gelände gerettet werden.
Zuerst startete eine Rega Crew mit ihrem zweimotorigen Helikopter des Typs Airbus H145 Richtung Unfallort. Aufgrund der ungünstigen Windverhältnisse und der unter diesen Bedingungen verfügbaren Leistungsreserven konnte die Rettung nach Angaben der Beteiligten jedoch nicht durchgeführt werden. Darauf wurde die Air-Glaciers ab Lauterbrunnen zur Durchführung der Rettung aufgeboten.
Air-Glaciers setzte für die Rettung einen einmotorigen Helikopter des Typs Airbus H125 ein. Zwei Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) wurden rund 20 Meter oberhalb der verletzten Person abgesetzt. Trotz der schwierigen Windverhältnisse konnte die Bergung zügig und erfolgreich durchgeführt werden. Während der Helikopter in der Nähe vom Einsatzort wartete, wurde der abgestürzte Bergsteiger medizinisch untersucht. Anschliessend wurde er per Human External Cargo (HEC – Leine mit fester Länge, unten am Helikopter eingehängt) zur tiefer gelegenen Schreckhornhütte geflogen. Danach wurden sowohl der Bergführer als auch die beiden Rettungsspezialisten gemeinsam an der Longline zur Hütte transportiert. Von dort aus konnte der Patiententransport ins Spital organisiert werden.
Mit der Einsatzkonfiguration der Longline am H125 können gleichzeitig bis zu fünf Personen transportiert werden. Beim mit einer Winde ausgerüsteten H145 können maximal zwei Personen zusammen geflogen werden. Dank der Zusammenarbeit aller Beteiligten der Alpinen Rettung, Rega und Air-Glaciers konnte der Verletzte sicher vom Schreckhorn ausgeflogen werden.
(text:pd/bild:zvg-pd)