Abschied ohne Groll: Lustrinelli wechselt in die Bundesliga
Es ist ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Mauro Lustrinelli, der den FC Thun in seiner vierjährigen Amtszeit als Cheftrainer zurück an die Spitze und in diesem Jahr gar zum Schweizer Meistertitel geführt hat, wagt den Sprung ins Ausland. Gemeinsam mit ihm wechselt auch sein langjähriger Weggefährte Michael Renggli als Assistenztrainer zu den „Eisernen“ nach Berlin.
Für FC Thun-Präsident Andres Gerber kommt der Wechsel zwar schmerzhaft, aber nicht völlig überraschend. „Es hat sich abgezeichnet“, so Gerber gegenüber Radio BeO. Dass Lustrinelli nach dem Erreichten den nächsten Karriereschritt machen möchte, sei verständlich. Gerber betont den Stolz des Vereins: Ein direkter Wechsel vom FC Thun in die Bundesliga sei ein Novum und eine grosse Ehre für die Thuner Arbeit.
In Berlin erwartet Lustrinelli eine andere Hausnummer: Eine Millionenstadt, massive Medienpräsenz und ein deutlich höherer Erwartungsdruck. Dennoch ist man im Oberland überzeugt, dass er diesen Schritt meistern wird. „Ich habe immer von Mauro geschwärmt und traue es ihm definitiv zu“, gibt sich Gerber optimistisch.
Während Lustrinelli in Berlin ein neues Kapitel aufschlägt, beginnt für die Thuner Führung die Suche nach einem Nachfolger. Sportchef Dominik Albrecht und Präsident Andres Gerber haben sich zwar bereits Gedanken gemacht, wollten den Fokus jedoch bis zuletzt auf dem sportlichen Erfolg halten. Nun hat die Trainersuche oberste Priorität, um das „Projekt Aufstieg und Erfolg“ auch ohne den neuen „Legenden-Trainer“ weiterzuführen.
(text:tki/bild:FC Thun, Levin Anneler)