6 September 2023

Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet 66 Prozent gesunken

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist im August um 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken.

So gab es im vergangenen Monat auf 563 Quadratkilometern Regenwald Hinweise auf Abholzung, wie das Umweltministerium in Bras├şlia am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf vorl├Ąufige Daten des Nationalen Instituts f├╝r Weltraumforschung (Inpe) mitteilte. Im August 2022 waren es noch 1661 Quadratkilometer gewesen. Zwischen Januar und August ging die Abholzung um 48 Prozent gegen├╝ber dem Vorjahreszeitraum zur├╝ck.

Der brasilianische Pr├Ąsident Luiz In├ício Lula da Silva hatte bei seinem Amtsantritt Anfang des Jahres angek├╝ndigt, den Umwelt- und Klimaschutz zu st├Ąrken. Zuletzt ging die Polizei beispielsweise mit einer Reihe von Grosseins├Ątzen gegen illegale Goldsucher vor. Am Dienstag k├╝ndigte Lula an, Gemeinden im Amazonas mit 600 Millionen Reais (108 Mio Franken) aus dem Amazonasfonds im Kampf gegen Abholzung und Brandrodung zu unterst├╝tzen.

Der Amazonas-Regenwald gilt als CO2-Speicher und hat eine wichtige Funktion im internationalen Kampf gegen den Klimawandel. W├Ąhrend der Amtszeit des rechten Pr├Ąsidenten Jair Bolsonaro (Anfang 2019 – Ende 2022) nahmen Abholzung und Brandrodungen stark zu. Der Ex-Milit├Ąr sah in der Region vor allem ungenutztes wirtschaftliches Potenzial und liess Farmern und Goldsch├╝rfern bei der Landnahme weitgehend freie Hand. Den Kontrollbeh├Ârden k├╝rzte er Gelder oder entzog ihnen ihre Kompetenzen.

(text:sda/bild:keystone)