9 April 2026

Abfahrtsgold für Sandro Manser und Stefanie Grob

Sandro Manser und Stefanie Grob gewinnen in St. Moritz die Schweizer Meistertitel in der Abfahrt. Die ganz grossen Namen stehen nicht am Start.
Der 20-jährige Manser siegte vor den Weltcup-erprobten Alessio Miggiano und Stefan Rogentin. Der Innerschweizer hatte bereits in den Trainings überzeugt. Allerdings bleibt der sportliche Wert des Titels begrenzt: Zum einen fehlten mit Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney die nationalen Top-3-Fahrer im Abfahrts-Weltcup. Andererseits zog Rogentin, der bei der letzten Zwischenzeit noch in Führung lag, das Rennen nicht voll durch. Mit diesem Vorgehen zerstört er nicht die FIS-Punkte der nachfolgenden jungen Fahrer, deren zeitlicher Rückstand massiv in die Berechnung der FIS-Zähler einfliesst.

Manser hat die Selektion für ein Weltcuprennen noch nie geschafft. Das wird sich ändern. Im Europacup holte er in der vergangenen Saison in der Abfahrt vier Podestplätze, in Saalbach beim Finale und zuvor in Santa Caterina ging er sogar als Sieger hervor. Diese Resultate bescheren ihm in der kommenden Saison einen Fixplatz im Weltcup. Die besten Oberländer waren der WEissenburger Livio Hiltbrand auf Platz 4 sowie Lars Rösti aus St. Stephan auf Platz 8.

Stefanie Grob gelang die erfolgreiche Titelverteidigung. Die Appenzellerin hielt Jasmin Mathis und die Olympia-Teilnehmerin Delia Durrer auf Distanz. Stefanie Grob schaffte in der zu Ende gehenden Saison den Durchbruch im Weltcup. Die 22-jährige Allrounderin fuhr im Super-G von Val di Fassa in die Top Ten, im Riesenslalom bildet Platz 17 und in der Abfahrt ein 18. Rang das Karriere-Bestresultat. Stefanie Grob liess sich 2023 und 2025 als Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt feiern. Die beste Oberländerin war mit Platz 4, Dania Allenbach aus Gsteig bei Gstaad.

Gefahren wird dieser Tage in St. Moritz auf der Corviglia-Piste, auf der jeweils auch die Weltcup-Rennen im Engadin stattfinden. Der Start befindet sich auf 2685 m ü. M., der Zielbereich liegt rund 600 m tiefer. Bei der Startzeit der Männer um 7.45 Uhr war die Piste kompakt und hielt der Belastung erstaunlich gut stand. 94 Männer und 40 Frauen standen am Start.

(text:sda,jkä/symbolbild:cko)