20 Juni 2025

Schilthornbahnen trotz durchzogenem Ergebnis mit gutem Jahresrückblick

Am Freitag, 20. Juni 2025, fand in Mürren die 63. ordentliche Generalversammlung der Schilthornbahn AG statt. 266 Aktionärinnen und Aktionäre haben an der Versammlung vor Ort teilgenommen. Das Unternehmen blickt auf ein herausforderndes Jahr 2024 zurück. Insbesondere die baubedingte Schliessung des Schilthorngipfels ab Oktober hat Spuren bei den Geschäftszahlen hinterlassen.

„2024 war ein Prüfstein“, hält Johannes Stöckli, Verwaltungsratspräsident der Schilthornbahn AG gleich zu Beginn seiner Ansprache fest. „und zwar operativ, finanziell, logistisch und menschlich“, so Stöckli weiter. In der Tat hat das Projekt SCHILTHORNBAHN 20XX das Geschäftsjahr 2024 wiederum stark geprägt. Der Start war aus Schilthornbahnen-Sicht positiv, gute Schneeverhältnisse haben einen starken Winter ergeben und auch der Verlauf des Sommergeschäfts auf sehr gutem Vorjahresniveau war erfreulich. Sämtliche Herkunftsmärkte florierten. Insbesondere der Allmendhubel mit der Standseilbahn und dem Panorama Restaurant konnten deutliche Zuwächse erzielen, heisst es von den Schilthornbahnen weiter. Im Dezember sind mit der Eröffnung der steilsten Seilbahn der Welt und der ersten Funifor-Bahn der Schweiz zwei ganz grosse Meilensteine im Bauprojekt realisiert worden. Die neuen Bahnen überzeugen mit einem innovativen Energiemanagement-System, wodurch ein Viertel ihres gesamten Energieverbrauchs bei der Talfahrt selbst erzeugt wird. Die ganzen positiven Entwicklungen wurden aber ab Mitte Oktober von der Schliessung des Schilthorngipfels überschattet. Mit der Einstellung des Betriebs kam der erwartete Einbruch bei den Frequenzen und beim Umsatz. Birg als Endstation hatte nicht dieselbe Anziehungskraft wie das Schilthorn – Piz Gloria. Es war somit nicht erstaunlich, dass sich der Effekt auf die Erträge aller Geschäftsbereiche auswirkte: Die Gesamterträge sind um 1.7 Prozent gesunken; trotzdem wurde aber der zweitbeste Umsatz von 32.2 Millionen Franken erreicht. Folglich resultierte auch der Gewinn von 1.05 Millionen etwas tiefer. Nicht den Erwartungen entspricht aber der tiefe EBITDA von 6.07 Millionen Franken. Unter anderem der schnelle Baufortschritt, deutlich höhere Personalkosten aufgrund der Aktivierung von Eigenleistungen als auch die massiv höheren Energiepreise haben zu diesem Resultat geführt.

(text:pd&og/bild:zvg)