17 Januar 2024

Thuner:innen werden priorisiert bei Bootsplatzvermietung

Die Bootsplatzverordnung (BPV) der Stadt Thun regelt die Bewirtschaftung der rund 680 st√§dtischen Bootsliegepl√§tze. Nebst dem Mietverh√§ltnis definiert die Verordnung auch die Zuteilung der Bootspl√§tze. Diese erfolgte bisher gem√§ss den Kriterien Bootsmasse und Dauer des Wartelisteneintrages. Basierend auf einem parlamentarischen Vorstoss hat der Gemeinderat die Bootsplatzverordnung einer Teilrevision unterzogen. Neu werden Thunerinnen und Thuner bei der Zuteilung von freiwerdenden Bootspl√§tzen priorisiert. Andere Gemeinden am Thunersee sowie der Kanton kennen √§hnliche Bestimmungen. Bestehende Mietvertr√§ge behalten jedoch ihre G√ľltigkeit.

Die Zuteilung der Bootspl√§tze wird im Art. 12 der BPV neu wie folgt geregelt: K√ľnftig ber√ľcksichtigt die Stadt bei der Zuteilung von freigewordenen Wasserpl√§tzen in erster Priorit√§t Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Thun. In zweiter Priorit√§t erhalten Thunerinnen und Thuner einen Wasserplatz, die bereits √ľber einen nicht von der Stadt verwalteten Bootsplatz verf√ľgen. In dritter Priorit√§t kommen Einwohnerinnen und Einwohner der Kantons Bern zum Zug und in letzter Priorit√§t Einwohnerinnen und Einwohner anderer Kantone.

Innerhalb der neuen Zuteilungsordnung erfolgt die Vergabe der Bootsplätze wie bisher gemäss dem passenden Mass des Bootes. Falls mehrere Boote in einen Wasserplatz passen, kommt die Person zum Zug, die weiter oben auf der Warteliste steht. Zudem können Boote, de beim Betrieb kein CO2 freisetzen, bei der Zuteilung von Wasserplätzen bevorzugt werden (vgl. Art. 12 Abs. 3).

Im Zuge der Teilrevision der BPV nimmt die Stadt Thun eine weitere Anpassung vor. Ab Winter 2024/2025 können die Wasserplätze ganzjährig genutzt und gemietet werden, denn aufgrund der wärmeren Winter und der neuen Hafenanlage im Lachenkanal ist die Überwinterung im Wasser möglich. Die Stadt kommt mit der ganzjährigen Miete einem mehrfach geäusserten Wunsch der Bootsbesitzerinnen und -besitzer nach.

Das Amt f√ľr Bildung und Sport wird alle aktuellen Mieterinnen und Mieter √ľber die neue Verordnung informieren und auch die auf der Warteliste eingetragenen Personen anschreiben. Ziel ist es zu erfahren, ob der jeweilige Eintrag so bestehen bleiben soll oder ob Anpassungen n√∂tig sind.

(text&bild:pd)