5G hat sich in der Schweiz trotz Bedenken etabliert
Knapp zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung haben den Mobilfunkstandard 5G auf dem Handy in Gebrauch. Gleichzeitig erachtet ein Viertel die Technologie als gesundheitsschädlich, wie aus einer neuen Umfrage hervorgeht.
64 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen 5G auf ihrem Handy, wie das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Yougov Schweiz am Mittwoch mitteilte. 18 Prozent gaben an, den Mobilfunkstandard nicht zu nutzen.
Die Nutzung ist bei Personen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von über 10’000 Franken mit 73 Prozent deutlich höher als bei jenen mit einem Einkommen bis 6000 Franken (56 Prozent). Auch zwischen den Altersgruppen stellte Yougov Unterschiede fest: Bei den 18- bis 44-Jährigen liegt die Nutzungsrate bei 69 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei 56 Prozent.
Trotz der Verbreitung stufen 24 Prozent der Befragten 5G als eher oder sehr gesundheitsschädlich ein. Besonders ausgeprägt sind die Bedenken bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen 33 Prozent die Technologie für schädlich halten. In der Westschweiz teilen 38 Prozent diese Sorge, in der Deutschschweiz sind es 20 Prozent.
Diese Bedenken beeinflussen laut der Erhebung auch das Nutzungsverhalten der Befragten: Von den Personen, die 5G für schädlich halten, nutzen es nur 45 Prozent. Bei denjenigen ohne gesundheitliche Bedenken sind es 77 Prozent.
Die Werte gehen aus einer repräsentativen Umfrage bei 1008 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz hervor. Die Online-Befragung fand zwischen dem 3. und dem 9. Juni im Rahmen einer Mehrthemenbefragung statt.
Der Mobilfunkstandard 5G erlaubt es unter anderem, grössere Datenmengen schneller und effizienter zu übermitteln. Allerdings schlägt der 5G-Technologie seit dem Start in der Schweiz auch eine lautstarke Opposition entgegen. Insbesondere befürchten Gegner, dass die elektromagnetische Strahlung zu Gesundheitsbelastungen führt. Bisherige Studien zeigten, dass die Strahlenbelastung in der Schweiz unter dem Grenzwert liegt.
(text:sda/bild:unsplash)