9 M├Ąrz 2022

51 Personen m├╝ssen Mitholz definitiv verlassen

Im Hinblick auf die R├Ąumung des ehemaligen Munitionslagers Mitholz hat das Eidgen├Âssische Departement f├╝r Verteidigung, Bev├Âlkerungsschutz und Sport (VBS) die Bev├Âlkerung am Montag dar├╝ber informiert, in welcher Gefahrenzone sich ihre Liegenschaft befindet und was dies f├╝r sie bedeutet. Abgestufte Gefahrenzonen machen es m├Âglich, dass nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner Mitholz verlassen m├╝ssen und Teile des Dorfes weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet werden k├Ânnen. Abh├Ąngig von der Entfernung zum ehemaligen Munitionslager Mitholz wurden ein Anlage-, ein Sicherheits- und ein Evakuationsperimeter definiert. Das VBS unterst├╝tzt die Bev├Âlkerung unabh├Ąngig davon, in welchem Perimeter sie leben. F├╝r die im k├╝nftigen Schutztunnel gef├╝hrte Nationalstrasse konnte eine Linienf├╝hrung gefunden werden, die sich best-m├Âglich ins Orts- und Landschaftsbild einf├╝gt. Die f├╝r die R├Ąumung notwendigen Baustellensituationen und Infrastrukturen werden in einem kompakten Bereich zusammengefasst.

(bild:zvg.vbs)

Anl├Ąsslich des Informationsanlasses wendet sich auch die Mitholzer Bev├Âlkerung an die ├ľffentlichkeit und die Projektleitung. An zahlreichen H├Ąusern in Mitholz wurden am Morgen des 9. M├Ąrz Banner aufgeh├Ąngt. Damit wollen die Betroffenen die ├ľffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass die Mitholzerinnen und Mitholzer nicht einfach damit einverstanden sind, ihre Heimat f├╝r Jahrzehnte zu verlassen, und dass dieses Projekt die Lebensgrundlage einen Grossteil der Mitholzer Bev├Âlkerung bedroht. So sei bis heute nicht klar, wie der aktuelle, meist abbezahlte Besitzstand ohne Verschulden an einem neuen Ort gew├Ąhrleistet werden k├Ânne. Aber auch, wie Landwirte zu neuem Land und Hof kommen k├Ânnen, um damit weiterhin ihren Lebensunterhalt bestreiten zu k├Ânnen. Es gebe schlichtweg keine verf├╝gbaren Angebote f├╝r entsprechende Betriebe, schreibt die Mitholzer Bev├Âlkerung in einer Mitteilung.

(text:pd/bild:beo)