7 Februar 2023

Stadt will BenĂŒtzung des Seeuferbereichs neu regeln

Der Schadaupark, der Bonstettenpark und der verbindende Uferweg sind beliebte Naherholungsgebiete. Mit der neuen Verordnung ĂŒber die BenĂŒtzung des Seeuferbereiches, die am
1. August 2023 in Kraft treten soll, will die Stadt Thun die verschiedenen Nutzungen zeitgemÀss regeln und die Signaletik verbessern.

Thun verfĂŒgt als Stadt am Wasser ĂŒber ein grosses und beliebtes Naherholungsgebiet direkt am See. Das ganze Gebiet vom Schadaupark, entlang des Uferweges, vorbei am Strandbad, ĂŒber das Grunderinseli bis hin zum Bonstettenpark wird als öffentlicher Bereich von der Bevölkerung stark frequentiert und intensiv genutzt. Dies fĂŒhrte in diesem begrenzten Raum in letzter Zeit vermehrt zu Nutzungskonflikten. Erhöhte LĂ€rmemissionen, das Missachten des Fahrverbots oder freilaufende und Vögel jagende Hunde sorgten fĂŒr Konflikte. Die geltenden Regeln und auch die entsprechenden Hinweisschilder sind nicht mehr zeitgemĂ€ss. Deshalb will die Stadt die Beschilderung verbessern und die Nutzung des Gebiets neu regeln.

Mit der Verordnung ĂŒber die BenĂŒtzung des Seeuferbereichs schafft die Stadt eine einheitliche und klare rechtliche Grundlage. Die auf einzelnen Parzellen bestehenden richterlichen Verbote werden abgelöst. Dank des zeitgemĂ€ssen und besser verstĂ€ndlichen Regelwerks soll das Konfliktpotenzial zwischen den verschiedenen Nutzungsgruppen entschĂ€rft werden. Die Verordnung regelt unter anderem den Umgang mit LĂ€rm und Feuerwerk, das Befahren mit Fahrzeugen, das Grillieren, Baden und Angeln. Zudem ist definiert, wo man Hunde frei laufen lassen kann. Schon heute gilt im Naturschutzgebiet und beim Spielplatz eine Hundeanleinpflicht. Diese wird auf den Uferweg zwischen Lachenareal und Seewinkel erweitert. Damit soll insbesondere dem Natur- und Vogelschutz Rechnung getragen werden. Im Gegenzug ist auf der Seewiese eine eingezĂ€unte Hundespielwiese vorgesehen, wo Hunde ungestört herumtollen können. Im rĂŒckwĂ€rtigen Teil des Bonstettenparks gilt wie bis anhin keine Leinenpflicht.

Die Stadt Thun hat sich ausserdem in Abstimmung mit dem Kantonalen Amt fĂŒr Landwirtschaft und Natur, der Wildhut sowie der Kantonspolizei auf eine verbesserte, gemeinsame Signaletik-Lösung verstĂ€ndigt. Gut sichtbare, einheitlich beschriftete und besser verstĂ€ndliche Hinweistafeln sollen die bestehenden Schilder unterschiedlicher Art ersetzen. SituationsplĂ€ne ermöglichen den Besuchenden kĂŒnftig einen schnellen Überblick. Die Kosten fĂŒr die Umsetzung der Massnahmen, die fĂŒr dieses Jahr geplant ist, belaufen sich gemĂ€ss Kostenvoranschlag auf rund 154’000 Franken.

(text:pd/bild:beo/clĂŒ)