6 Februar 2023

Alpinisten bei der Eiger BerglihĂŒtte gerettet

Drei Alpinisten waren seit dem 2. Februar mit Tourenskis von Grindelwald in Richtung Bergli-hĂŒtte (BE) unterwegs. WĂ€hrend der anspruchsvollen Kletterei zur HĂŒtte kamen zwei von ihnen nicht mehr weiter. Erschöpft und mit Erfrierungen kĂ€mpfend, beschlossen sie, die Nacht in einem Schneeloch unterhalb der HĂŒtte zu verbringen. Dem dritten Bergsteiger gelang es, die unbewartete BerglihĂŒtte zu erreichen. Dort konnte er mit einem Satelliten-KommunikationsgerĂ€t einen Notruf an eine internationale Notrufzentrale absetzen.

Die Helikopter-Einsatzzentrale der Rega erhielt diese Meldung und bot die Rega-Crew der Basis Wilderswil sowie zwei Bergretter des Schweizer Alpen-Club SAC auf. ZunĂ€chst verunmöglichten jedoch die schlechten Wetterbedingungen einen Rettungsflug. Erst als sich die meteorologische Situation kurz etwas verbesserte, konnte die Crew die beiden Bergretter zur HĂŒtte fliegen und sie dort mittels Rettungswinde absetzen. Aufgrund des schlechten Wetters konnte die Helikopter-Crew aber die beiden unterhalb der HĂŒtte blockierten Bergsteiger nicht mit der Rettungswinde ausfliegen.

Die Bergretter mussten eine andere Lösung finden: Mit Hilfe eines installierten Flaschenzuges retteten sie die zwei Alpinisten schliesslich unter widrigen Wetterbedingungen aus dem steilen GelĂ€nde und fĂŒhrten sie zur BerglihĂŒtte. Dort verbrachten die drei Alpinisten, betreut von den beiden Bergrettern, die Nacht, bis die WetterverhĂ€ltnisse am frĂŒhen Morgen einen Flug mit dem Rettungshelikopter zuliessen. Obwohl sich die Rettungsaktion aufgrund von Wind und schwierigen SichtverhĂ€ltnissen anspruchsvoll gestaltete, gelang es der Rega-Crew der Einsatzbasis Wilderswil, die Bergsteiger an der Rettungswinde zu evakuieren. FĂŒr den Flug der Patienten ins nĂ€chste geeignete Spital unterstĂŒtzte die Crew der Basis Zweisimmen.
Optimale Zusammenarbeit aller Beteiligten Das Zusammenspiel der verschiedenen Beteiligten, koordiniert durch die Einsatzzentrale der Rega, ermöglichte die Rettung und medizinische Versorgung der drei Patienten unter schwierigen Bedingungen. Eine besondere Rolle spielten dabei die zwei Rettungsspezialisten Helikopter (RSH), die in der Nacht zu den beiden erschöpften Alpinisten gelangen konnten. Die RSH kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Rega-Crews im schwierigen GelĂ€nde UnterstĂŒtzung brauchen. Sie gehören der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) an, einer selbststĂ€ndigen, gemeinnĂŒtzigen Stiftung, die von der Rega und dem Schweizer Alpen-Club SAC getragen wird. Koordiniert und aufgeboten werden die SAC-Bergretter durch die Einsatzzentrale der Rega.

(text:pd/bild:zvg.rega)