2 September 2021

Schweizer Medaillensegen: Gold, Gold, Gold, Bronze, Bronze

Ein Tag der Superlative an den Paralympics f├╝r das Schweizer Team: Marcel Hug, Manuela Sch├Ąr, Catherine Debrunner, Elena Kratter und Nora Meister sorgen f├╝r f├╝nf Medaillen an einem Tag. Damit hat Swiss Paralympic in Tokio bereits zw├Âlf Medaillen gesammelt.

Marcel Hugs Helm ist zwar in Silber gehalten, doch die goldene Farbe w├╝rde ihm besser stehen. Zum dritten Mal gewinnt der Thurgauer am Donnerstag Gold. Zuvor war er schon ├╝ber 5000 m und 1500 m nicht zu schlagen gewesen.

├ťber 800 m ├╝bernahm Hug von allem Anfang an das Zepter und liess sich von der Spitze nicht mehr verdr├Ąngen. Am Ende der ersten Kurve, wenn die Fahrer auf die Innenbahn wechseln, musste Hug zwar einen heiklen Moment ├╝berwinden, um nicht eingeklemmt zu werden. “Ich musste da sofort reagieren, das hat gut geklappt”, sagte er, danach fuhr er aber klar vornweg und liess der Konkurrenz im Endspurt keine Chance. Am Ende hatte er seinen ersten Verfolger um gut vier Zehntel hinter sich gelassen.

Bei den Frauen hat auch Manuela Sch├Ąr eine l├╝ckenlose Ausbeute an Medaillen: vier Starts, zweimal Silber (5000 m, 1500) und nach den 800 m auch Gold ├╝ber 400 m (T54). “Es ist unglaublich, was hier passiert”, sagte die Krienserin. Sie habe sich immer speziell auf diese Distanz ├╝ber 400 m gefreut, hier habe sie am meisten Fortschritte gemacht, “und ich wollte unbedingt mal in einem starken Feld zeigen, was drinliegt”.

Ganz ├Ąhnlich erging es Catherine Debrunner ├╝ber 400 m (T53). “F├╝r mich war eine Medaille hier in Tokio ein Traum, an eine goldene habe ich nie gedacht.” Jetzt hat sie nach Bronze ├╝ber 800 m genau diese geholt. Knapp zwei Jahre nach dem Gewinn des WM-Titels in Dubai und drei Monate nach dem Sieg an den Europameisterschaften in Bydgoszcz in Polen war Debrunner auch in Tokio ├╝ber die Bahnrunde nicht zu schlagen. Sie siegte mit ├╝ber einer Sekunde Vorsprung.

Im Weitsprung sorgte Elena Kratter f├╝r die ├╝berraschendste Medaille. Die Schwyzerin ├╝bersprang erstmals in ihrer Karriere die 5-Meter-Marke. In einem hochklassigen Wettkampf reichte dies f├╝r die bronzene Auszeichnung. Auch Sofia Gonzalez kam bei ihrer Paralympics-Premiere in den Weitsprungfinal, auch ihr gelang mit 3,96 m eine pers├Ânliche Bestweite.

Nora Meister sorgte derweil im Schwimmen ├╝ber 400 m Crawl f├╝r die erste Schweizer Medaille im Aquatic Centre. Die 18-J├Ąhrige zeigte bei ihrer Paralympics-Premiere Nervenst├Ąrke, sie liess sich von den rasch davonziehenden Jiang Yuyan aus China und Jelisaweta Mereschko aus der Ukraine nicht beirren. Am Ende schwamm sie sicher zur Bronzemedaille, die sie ├╝bergl├╝cklich macht. Da spielte es auch keine Rolle, dass Jiang Meisters Weltrekord ├╝ber die acht Bahnl├Ąngen um beachtliche acht Sekunden auf 5:04,57 Minuten verbesserte.

Das Schweizer Handbiker-Team beschliesst die Wettk├Ąmpfe derweil auf Rang 7. F├╝r Fabian Recher, Tobias Fankhauser und Heinz Frei war schnell klar, dass sie angesichts der starken Konkurrenz im Kampf um die Medaillen nicht w├╝rden eingreifen k├Ânnen.

Im Badminton hat Karin Suter-Ehrat die Viertelfinals im Einzel erreicht. In ihrer Dreiergruppe kam die Baselbieterin gegen die beiden Deutschen Elke Rongen und Valeska Knoblauch zu zwei Siegen. Hingegen Cynthia Mathez verpasste den Einzug in die n├Ąchste Runde. Im Doppel hatten es die beiden Schweizerinnen wieder mit Knoblauch/Rongen zu tun und setzen sie sich in zwei S├Ątzen durch. Damit steht das Schweizer Duo vor dem letzten Gruppenspiel am Freitag bereits im Halbfinal.

(text&bild:sda)