17 August 2023

36 Menschen im laufenden Jahr in der Schweiz ertrunken

36 Menschen sind laut der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) im laufenden Jahr in Schweizer Gew√§ssern ertrunken. F√ľr das Vorjahr wurde die h√∂chste Anzahl an Ertrinkungsopfern seit knapp 20 Jahren festgestellt.

63 Menschen ertranken 2022 in der Schweiz, wie die SLRG am Donnerstag weiter mitteilte. Damit lag die Anzahl der Opfer um knapp 40 Prozent √ľber dem langj√§hrigen Mittel. 19 Prozent der t√∂dlich Verunfallten waren weiblich, 81 Prozent m√§nnlich, wie es weiter hiess. Seit 2003, dem Hitzesommer, ertranken in Schweizer Gew√§ssern nicht mehr so viele Menschen wie 2022.

Die meisten t√∂dlichen Ertrinkungsunf√§lle ereigneten sich mit 60 F√§llen in offenen Gew√§ssern, davon 34 in Seen, 23 in Fl√ľssen und drei beim Tauchen. In Schwimmb√§dern ereigneten sich ebenfalls t√∂dliche Ertrinkungsunf√§lle, die knapp 5 Prozent aller F√§lle 2022 ausmachten.

Der langj√§hrige Trend mit Bezug auf das Alter der Verungl√ľckten best√§tigte sich 2022 ebenfalls: Die erste H√§ufung von t√∂dlichen Ertrinkungsunf√§llen wird im Alter von 15 bis 30 Jahren mit insgesamt zw√∂lf F√§llen beobachtet. Neu r√ľckte jedoch auch das h√∂here Alter in den Blickpunkt: Im vergangenen Jahr ertranken in der Schweiz 26 Menschen, die √§lter als 65 waren.

Ob sich der Trend in diesem Jahr fortsetzt, ist aber schwierig abzusch√§tzen, wie ein Sprecher der SLRG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Je mehr Sonnenstunden, desto mehr sei die Abk√ľhlung an Gew√§ssern gefragt, und umso mehr steige auch das Unfallrisiko.

(text:sda/bild:keystone)