Eidgenössisches Jodlerfest trotzt der Hitze
Das 32. Eidgenössische Jodlerfest hat am Freitag mit einer Eröffnungsfeier auf dem Petersplatz in Basel begonnen. Der baselstädtische Regierungspräsident Conradin Cramer (LDP) sagte, Basel setze alles daran, eine gute Gastgeberin zu sein.
Auch ist man laut Cramer heute besser vorbereitet, als noch vor 102 Jahren. Cramer bezog sich dabei auf eine Anekdote aus der Medienberichterstattung vom ersten Jodlerfest in Basel im Jahr 1924. Die Zeitung „Basler Nachrichten“ hatte damals geschrieben, dass Fahnenschwinger der Polizei beim grossen Festumzug hätten helfen müssen, für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Carlo Conti, Präsident des Organisationskomitees und ehemaliger Basler Regierungsrat, sagte: „Endlich können wir nachholen, was wir 2020 vorbereitet und wegen der Pandemie absagen mussten.“ Das heisse Wochenende solle kein Hindernis sein, dieses Fest zu feiern.
Neben den 1200 Bewertungsvorträgen von Jodel, Alphorn- und Büchelblasen sowie Fahnenschwingen in zehn Locations locken drei Feststandorte während des Wochenendes. Es sind dies das Jodlerdorf auf dem Petersplatz, die Jodlermeile im Petersgraben und der Jodlerberg in den steilen Gassen zwischen Petersgraben und Marktplatz.
Nach der Eröffnungsfeier am Freitag stehen weitere Highlights auf dem Programm. Am Sonntag um 10 Uhr findet der Festakt auf dem Marktplatz statt. Hier ist laut dem Organisationskomitee eine farbenfrohe Zeremonie mit Gesang und Musik sowie Reden geplant. Ebenfalls zugegen sein wird Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Der grosse Festumzug vom Sonntag, der um 14 Uhr auf dem Münsterplatz beginnt, bildet den Höhepunkt und Abschluss. 2500 Aktive werden durch die Freie Strasse und dann über die Mittlere Brücke zum Messeplatz ziehen.
Über die drei Tage werden am Jodlerfest 12’000 Aktive und 200’000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Unter dem Motto „Stadt und Land mitenand“ sollen Menschen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten der Schweiz zusammenkommen und sich austauschen.
Das Fest kehrt nach 102 Jahren erstmals wieder an den Ort seiner ersten Ausgabe im Jahr 1924 zurück. Eigentlich sollte es bereits 2020 wieder in Basel stattfinden, die Corona-Pandemie verunmöglichte dies aber. Zuletzt fand es im Juni 2023 mit über 10’000 Aktiven und 210’000 Besuchenden in Zug statt. Die nächste Ausgabe ist gemäss dreijährigem Turnus für den Juni 2029 in Burgdorf BE angesetzt.
Aktive und Besuchende müssen sich auf hohe Temperaturen gefasst machen. Gemäss Prognose von Meteoschweiz vom Freitag könnte das Thermometer am ersten Festtag gegen 16 Uhr in der Basler Innenstadt auf über 38 Grad klettern. Am Samstag könnten die Temperaturen erneut 37 Grad übersteigen und am Sonntag noch 35 Grad.
Das Organisationskomitee empfiehlt, sich nicht direkt der Sonne auszusetzen und luftige Kleider und Kopfbedeckung zu tragen. Zudem solle man regelmässig alkoholfreie Getränke zu sich nehmen. An exponierten Stellen würden Hüte an die Besuchenden abgegeben, und mobile Sanitätsteams sollen die medizinische Erstversorgung sicherstellen.
(text:sda/bild:keystone)