12 M├Ąrz 2022

3000 Menschen demonstrieren in Bern gegen Krieg und Erdgas

Sch├Ątzungsweise 3000 Menschen haben am Samstag in Bern f├╝r Frieden in der Ukraine und f├╝r die Abkehr von fossilen Energietr├Ągern demonstriert. Die Organisatoren sprachen von 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Mehrere Rednerinnen und Redner forderten in Ansprachen auf dem Bundesplatz weniger ├ľl- und Gasimporte aus Russland. Wer keine fossilen Energietr├Ąger aus diesem Land importiere, schw├Ąche Wladimir Putins Kriegskasse. Es gelte also, die Energiewende mit voller Kraft voranzutreiben.

Die Schweiz spiele eine wichtige Rolle beim Verkauf von russischem ├ľl und Gas, hiess es weiter: 80 Prozent des Handels mit diesem Gas und ├ľl w├╝rden in der Schweiz abgewickelt. Es brauche eine ├ťberwachung dieses Handels; die Schweiz trage eine grosse Verantwortung.

Juso-Pr├Ąsidentin Ronja Jansen forderte, russische Verm├Âgen in der Schweiz nicht nur einzufrieren, sondern zu konfiszieren. Viel Applaus bekam Saeed Farkhondeh vom Berner Migrant Solidarity Network mit der Aussage, nicht nur ukrainische Fl├╝chtlinge m├╝ssten mit offenem Herzen aufgenommen werden.

W├Ąhrend eines Marschs durch die Innenstadt trugen junge Aktivistinnen ein Transparent mit der Aufschrift „Kein Erdgas. Kein Krieg“. „Putin reizen: Weniger heizen!“, hiess es auf einem anderen Transparent. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer f├╝hrten Ukraine-Flaggen mit sich oder Friedensfahnen in den Regenbogenfarben.

Zur Kundgebung aufgerufen hatten die Jungsozialistinnen und -sozialisten (Juso) Schweiz, die Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), die Gr├╝nen, die SP, die Klimastreikbewegung und weitere Organisationen.

Die Kundgebung war von den Stadtberner Beh├Ârden bewilligt worden. Am 26. Februar hatten in Bern zwischen 10’000 und 20’000 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert, am 5. M├Ąrz in Z├╝rich rund 40’000 Menschen.

(text:sda/bild:unsplash)