16 September 2023

29 Tonnen medizinische Hilfsg├╝ter in Libyen eingetroffen

In Bengasi in Libyen sind am Samstag 29 Tonnen medizinische Hilfsg├╝ter f├╝r die ├ťberlebenden im ├ťberschwemmungsgebiet eingetroffen. Damit k├Ânnen fast 250 000 Menschen zun├Ąchst medizinisch versorgt werden, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte. Darunter seien lebenswichtige Medikamente f├╝r chronische und ├╝bertragbare Krankheiten sowie Material zur Wundversorgung und f├╝r Notoperationen ebenso wie Leichens├Ącke. Das Material geht an Kliniken und Praxen in der Region.

Von Bengasi in die teils zerst├Ârte Stadt Darna sind es je nach Route zwischen 300 und 400 Kilometer. Nach den schweren ├ťberschwemmungen gibt es nach Angaben der Rotkreuz- und Rothalbmondf├Ârderation (IFRC) nur eine befahrbare Zugangsstrasse. Die neuen Hilfsg├╝ter wurden von einem WHO-Lager in Dubai in den Arabischen Emiraten nach Bengasi geflogen. Eine erste Lieferung in ├Ąhnlichem Umfang war bereits aus WHO-Lagern in Libyen in das Katastrophengebiet gebracht worden.

Nach Angaben der WHO werden im Katastrophengebiet noch mehr als 9000 Menschen vermisst. Mindestens 35 000 h├Ątten ihre Unterk├╝nfte verloren. ├ťber die Todeszahlen gibt es unterschiedliche Angaben. Die WHO meldete am Samstag unter Berufung auf das libysche Gesundheitsministerium, dass 3958 Todesopfer identifiziert und registriert worden seien. Die nicht anerkannte Regierung im Osten des Landes, wo das Katastrophengebiet liegt, sprach am Freitagabend von 3166 registrierten Todesf├Ąllen. Alle Stellen sind sich einig, dass die Zahl noch deutlich stiegen wird.

(text:sda/bild:keystone)