16 Oktober 2021

18 Menschen in Russland an gepanschtem Alkohol gestorben

In Russland ist es erneut zu einer Massenvergiftung von Menschen mit gepanschtem Alkohol gekommen. Dabei seien in der Stadt Jekaterinburg am Ural mindestens 18 Menschen gestorben, teilten die Ermittler am Samstag mit. Zwei Tatverd├Ąchtige wurden demnach festgenommen. Ihnen drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Es werde nach weiteren Beteiligten gesucht.

Die Ermittler werfen den Festgenommenen vor, in den vergangenen Tagen giftiges Methylalkohol auf einem Markt verkauft zu haben. Derzeit w├╝rden weitere m├Âgliche Verkaufsorte untersucht, hiess es. Jekaterinburg liegt etwa 1400 Kilometer ├Âstlich von Moskau.

Erst Anfang Oktober waren im S├╝den Russlands 35 Menschen ums Leben gekommen, weil sie gepanschten Alkohol getrunken hatten. Daraufhin gab es in der Region Orenburg rund 1200 Kilometer s├╝d├Âstlich von Moskau an der Grenze zu Kasachstan grossfl├Ąchig Kontrollen von Verkaufsstellen. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest.

Wodka und anderer Alkohol d├╝rfen in Russland nur mit offiziellen Kennnummern verkauft werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu schweren Alkoholvergiftungen besonders in der Provinz, weil dort Getr├Ąnke bisweilen aus billigem, aber lebensgef├Ąhrlichem Industriealkohol hergestellt werden.

(text:sda/bild:pixabay)