9 Februar 2026

1610 Tonnen im 2025: Neuer Berner Sammelrekord

Die Bevölkerung des Kantons Bern hat 2025 mit der Sammlung von Haushaltkunstoffen eine neue Rekordmenge erreicht. In den total 216 Gemeinden wurden 1610 Tonnen Plastik gesammelt und so dem Recycling zugeführt.
Die AVAG Umwelt AG als Interessensvertreterin der Berner Gemeinden zieht zusammen mit den Systembetreibern von Bring Plastic Back für das Jahr 2025 eine erfolgreiche Bilanz. Das Projekt Bern, das im Mai 2023 mit 50 Berner Sammelgemeinden startete, kann heute beeindruckende Eckdaten ausweisen. Nicht weniger als 216 Gemeinden sind der Sammlung mittels Konzession beigetreten. Dies entspricht fast 65% aller Berner Gemeinden.
Die Akzeptanz dieser einheitlichen, durchgängigen und vom Amt für Wasser und Abfall (AWA) des Kantons Bern unterstützten Sammel- und Recyclinglösung konnte in der Bevölkerung laufend gesteigert werden. Seit dem Start wurden rund 4,9 Mio. kostenpflichtige Sammelsäcke in den Umlauf gebracht. Damit wurden im Kanton Bern allein im vergangenen Jahr 1610 Tonnen (2023: 430 Tonnen; 2024: 1476 Tonnen) gesammelt und dem Recycling zugeführt. Dies ist eine beachtliche Menge und zeigt, dass sich auch das Sammeln der vermeintlich kleinen Haushaltanteile lohnt.

Das Sammelsystem ist nach den strengen Anforderungen des Verbands Schweizer Plastic Recycler zertifiziert. Die Zertifizierung beinhaltet ein komplettes und regelmässiges Stofffluss-Monitoring nach der Methode der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA. Dies garantiert, dass aus dem Plastikabfall auf sinnvolle Weise neue Rohstoffe gewonnen werden.
Das Kunststoffrecycling im Kanton Bern ersetzt im Jahr 2025 rund 805’000 kg Neumaterial, was der Einsparung von 2’415’000 Litern Erdöl entspricht. Das Regranulat, welches aus den gesammelten Berner Haushaltkunststoffen entsteht, reicht zum Beispiel für die Herstellung von rund 628’906 Meter Kabelschutzrohren – eine gewaltige Menge. Die Kunststoffabfälle, die nicht rezykliert werden können, wie zum Beispiel Mischkunststoffe, wurden der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff zugeführt und ersetzten dort 804’195 kg umweltschädliche Stein- oder Braunkohle. Ferner wurden gegenüber der thermischen Verwertung 4’556’300 kg CO2-Emissionen eingespart, was einer Autofahrt von 35’070’043 km mit einem Mittelklassewagen entspricht.

Mit der neuen Verpackungsverordnung, die bereits ab Mitte 2026 in Kraft treten könnte, ändern sich auch die Rahmenbedingungen für die Sammlung von Plastikverpackungen und Getränkekartons aus Haushalten. Aus diesem Grund hat die InnoRecycling AG mit dem Sammelsystem Bring Plastic Back beschlossen, bei RecyPac Mitglied zu werden und innerhalb der Branchenorganisation die Stärkung des Kreislaufs und die einheitliche Sammlung von Plastikverpackungen und Getränkekartons voranzutreiben. RecyPac ermöglicht mit dem RecyBag eine Anschlusslösung für das Sammelsystem Bring Plastic Back. Um die optimale Transformation sicherzustellen, wurden bereits erste Gespräche zwischen Bring Plastic Back, der AVAG Umwelt AG und RecyPac geführt. Derzeit wird intensiv an tragfähigen Lösungen gearbeitet, um das Projekt unter den neuen Rahmenbedingungen erfolgreich weiterzuführen.

(text:pd/bild:zvg InnoRecycling AG)