21 MĂ€rz 2023

142 Festnahmen bei Protest gegen Rentenreform in Paris

Bei gewalttĂ€tigen Protesten nach Verabschiedung der umstrittenen Rentenreform sind in der französischen Hauptstadt Paris 142 Menschen festgenommen worden. Elf Polizisten seien in der Nacht zu Dienstag verletzt worden, berichtete der Sender BFMTV unter Berufung auf Polizeiquellen. Einige Demonstranten hĂ€tten unter anderem MĂŒlltonnen angezĂŒndet. Allein in Paris seien rund 2000 Polizisten im Einsatz gewesen. Auch in anderen StĂ€dten wie Saint-Étienne, Strassburg, Amiens, Caen und Toulouse kam es laut Franceinfo zu spontanen Demonstrationen.

Die Reform zur schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre war am Montagabend nach Ablehnung von zwei MisstrauensantrÀgen durch die Opposition verabschiedet worden. Sie gilt als eines der wichtigsten Vorhaben von PrÀsident Emmanuel Macron. Seit Wochen gibt es in Frankreich immer wieder Streiks und heftige Proteste gegen die Reform.

Derzeit liegt das Renteneintrittsalter in Frankreich bei 62 Jahren. TatsĂ€chlich beginnt der Ruhestand im Schnitt aber spĂ€ter: Wer fĂŒr eine volle Rente nicht lange genug eingezahlt hat, arbeitet lĂ€nger. Mit 67 Jahren gibt es dann unabhĂ€ngig von der Einzahldauer Rente ohne Abschlag – dies will die Regierung beibehalten, auch wenn die Zahl der nötigen Einzahljahre fĂŒr eine volle Rente schneller steigen soll. Die monatliche Mindestrente will sie auf etwa 1200 Euro hochsetzen.

(text:sda/bild:sda)