Feuerwerksverbot – Pyro-Branche bangt um Umsätze
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(02:42)
Die Tierwelt freut sich und auch alle, die früh ins Bett müssen oder wollen, können aufatmen: Der Kanton Bern hat wegen der anhaltenden Dürre und der erhöhten Waldbrandgefahr ein umfassendes Feuerwerksverbot erlassen. Seit gestern (23.7.) ist klar, dass es am diesjährigen 1. August – abgesehen von den grossen Seen – keine Feuerwerke im Kanton Bern geben wird. Eine Massnahme, die sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit bereits abgezeichnet hatte.
Thomas Willen, Geschäftsführer von Pyro Willen in Frutigen, wo Feuerwerk produziert und verkauft wird, erklärt gegenüber Radio BeO, was dieses Verbot für sein Unternehmen bedeutet. Betroffen sei keineswegs nur der Kanton Bern. Von der Herstellerseite passiere im Moment nicht mehr viel, da die Ware für dieses Jahr bereits produziert und grösstenteils verkauft sei. Die grossen Einbussen bei den Bestellungen drohen jedoch im nächsten Jahr. Da werde mit einem Rückgang von 30 bis 40 Prozent gerechnet. Beim direkten Verkauf in der Region rechnet der Betrieb aktuell mit einem Minus von rund 30 Prozent.
Es sei aber nicht so, dass das gesamte Geschäft nur an diesem einen Tag hänge. Das Unternehmen ist zusätzlich als Hersteller von Zündholzwaren tätig und im Export aktiv. Mit dieser Diversifizierung der Geschäftsbereiche probiert man, genau solche Ausfälle wie jetzt am ersten August zu kompensieren und weniger von einem einzigen Datum abhängig zu sein. Grundsätzlich könne man ein solches Jahr verschmerzen, so Willen, solange es nicht jedes Jahr passiere.
Ob man sich schon an feuerwerksfreie Nationalfeiertage gewöhnen muss, entscheidet sich im November. Dann kommt eine Initiative an die Urne, die private Raketen und Böller verbieden will.
(text:chl/bild:unsplash)