8 Juni 2026

Gemeinsame Wege, unterschiedliche Ansichten

Ob die gemeinsame Nutzung von Wanderwegen funktioniert und der richtige Weg ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Während die Berner Wanderwege und die Interessengemeinschaft BE-Bike unterschiedliche Vorstellungen haben, beschäftigt die Frage auch den Tourismussektor, der sowohl Wander- als auch Bikegäste empfängt. Flurin Riedi, Tourismusdirektor von Gstaad Saanenland, ist der Meinung, dass die Koexistenz auf den Wanderwegen grundsätzlich gut funktioniert.

Die Berner Wanderwege plädieren hingegen für eine Entflechtung, also separate Bike-Trails. Sie argumentieren, dass der Unterhaltsaufwand für die Gemeinden deutlich zunehmen würde, wenn die Wanderwege auch von Velofahrenden genutzt würden. Flurin Riedi sieht in einer solchen Trennung allerdings noch höhere Kosten, da dann doppelte Unterhaltskosten anfallen würden.

Als Tourismusregion sei Gstaad Saanenland sowohl Mitglied bei den Berner Wanderwegen als auch bei der Interessengemeinschaft BE-Bike. Man wolle sich für beide Anliegen einsetzen und halte eine gemeinsame Lösung für wichtig. Für Flurin Riedi steht fest: Die gemeinsame Nutzung der Wege kann gut funktionieren. Entscheidend seien vor allem gegenseitige Rücksichtnahme und der Wille dazu.

(text:pmu/bild:unsplash)