Neue Kampagnen sollen Tourismuskonflikte entschärfen
Schweiz Tourismus lanciert eine schweizweite Sensibilisierungskampagne mit dem Ziel, das Zusammenleben von Einheimischen und Gästen harmonischer zu gestalten. Auch Jungfrau Region Tourismus möchte bei Missstimmungen der Einheimischen gegenüber Gästen ansetzen – mit Austausch und konkreten Aktionen.
Die Aufklärungsarbeit mit Plakaten und Videos darüber, wie sich Gäste in der Schweiz verhalten sollen, sei sinnvoll. In Grindelwald habe man dies bereits mit einer eigenen Kampagne umgesetzt. Doch die andere Seite, nämlich das Verständnis bei den Einheimischen, sei fast noch wichtiger. Missstimmungen hätten nämlich oft auch andere Gründe als das Fehlverhalten von Touristinnen und Touristen, sagt der Geschäftsführer von Jungfrau Region Tourismus, Marc Ungerer.
Deshalb suche man nach neuen Wegen, um diese Spannungen bei den Einheimischen zu verringern. Dabei spiele auch Wertschätzung eine wichtige Rolle: In Wengen gebe es neu Einheimischen-Apéros, und die Jungfrau Region Tourismus habe bereits eine Aktion mit vergünstigten Hotelübernachtungen für Einheimische durchgeführt. Solche konkreten Massnahmen seien entscheidend für die Harmonie in Tourismusorten, ist Marc Ungerer überzeugt. Hier seien die Tourismusorganisationen vor Ort in der Pflicht, Lösungen zu finden. Allen sei klar, dass sich die Probleme in stark frequentierten Tourismusorten nicht allein mit einigen Videos und Bildern lösen lassen, doch man arbeite zunehmend daran, weitere Massnahmen umzusetzen.
(text:pmu/bild:unsplash)