1 April 2026

Systemwechsel bei Grundwasser-Wärmepumpen gefordert

Der GLP-Grossrat Roland Lüthi fordert einen Systemwechsel bei Grundwasser-Wärmepumpen. Diese seien eine effiziente Alternative zu fossilen Heizungen, da mit wenig Strom viel Heizenergie gewonnen werden könne. Um diese Technologie stärker zu fördern, will Lüthi die Pflicht zur Konzession, also zur staatlichen Bewilligung, abschaffen. Diese verursache vor allem administrativen Mehraufwand. Künftig soll aus seiner Sicht eine Bewilligung ausreichen.

Zudem fordert er weitere Anpassungen: So sollen Notarinnen und Notare bei Grundstückverkäufen automatisch die Übertragung der Konzession veranlassen. Weiterhin will Lüthi einen Freibetrag von 200 Franken bei den Abgaben für Grundwasser-Wärmepumpen. Dies stehe in keinem Verhältnis zum Aufwand, denn Erfahrungen aus der Industrie zeigten, dass ein Inkassoverfahren schon 100 Franken kosten würde. Der Kanton würde so fast nichts von diesen Abgaben erhalten.

Der Regierungsrat lehnt alle drei Forderungen ab und verweist auf den Schutz des Grundwassers. Zu viele Grundwasser-Wärmepumpen könnten die Strömung verändern und sich negativ auf das Trinkwasser auswirken. Deshalb sei die Konzessionspflicht notwendig. Lüthi kann dieses Argument des Regierungsrates jedoch nicht nachvollziehen. Er findet: Das seien vorgeschobene Argumente, der Regierungsrat wolle einfach nichts ändern. Darum möchte er seine Forderungen im Grossen Rat trotzdem durchbekommen, auch wenn der Regierungsrat eine Ablehnung der Motion vorschlägt.

(text:pmu/bild:keystone)