Schweizer Stromnetz gilt als sicher, bleibt aber gefordert
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(03:14)
Zu Beginn des Jahres wurde Berlin von einem massiven Angriff auf das Stromnetz erschüttert. In weiten Teilen der Stadt fiel der Strom aus, teils über mehrere Tage hinweg. Der Vorfall rückte die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen erneut ins öffentliche Bewusstsein.
Auch in der Schweiz ist das Thema präsent. Markus Ehinger vom Energieunternehmen BKW betont, dass das hiesige Stromnetz grundsätzlich anfällig sei. Kleinere Störungen kämen immer wieder vor, meist ausgelöst durch Naturereignisse. Für solche Situationen sei man jedoch vorbereitet und verfüge über etablierte Abläufe zur schnellen Stabilisierung.
Ein gross angelegter Angriff wie in Berlin gilt aus Sicht der Branche allerdings als unwahrscheinlich. Ehinger spricht von einem „Worst-Case-Szenario“, das derzeit für die Schweiz eher nicht realistisch erscheine.
Ähnlich ordnet auch Noel Graber vom Übertragungsnetzbetreiber Swissgrid die Lage ein. Ein Ereignis wie in Berlin lasse sich nicht vollständig ausschliessen. Dennoch gehöre das Schweizer Übertragungsnetz zu den sichersten in Europa.
Unterm Strich bleibt: Das Stromnetz steht vor wachsenden Herausforderungen. Gleichzeitig arbeiten Betreiber wie BKW und Swissgrid kontinuierlich daran, die Stabilität und Versorgungssicherheit auf hohem Niveau zu halten.
(text:nch/bild:unsplash)