22 Februar 2026

Mattenerin Pätz holt Olympiasilber

Die Schweizer Curling-Frauen um Skip Silvana Tirinzoni verlieren den Olympiafinal gegen die Schwedinnen 5:6. Damit verliert auch die Berner Oberländerin Alina Pätz mit den Schweizer Curlerinnen. Schon zehn Mal waren Schweizer Frauenteams Curling-Weltmeister, aber noch nie Olympiasieger. Die Schweizer Curling-Frauen bringen damit die Silbermedaille in die Schweiz.

Die Entscheidung fiel im achten End. Alina Pätz hätte mit dem letzten Stein ein Zweierhaus zur 5:4-Führung schaffen können. Doch der heikle Spielzug war um einen Hauch nicht präzise genug – und die Schwedinnen stahlen einen Punkt zum 5:3-Lead. Die Schweizer Frauen hätten somit im 9. End ein Dreierhaus schreiben müssen, um im Vorteil zu sein. Es gelang nur ein Zweierhaus zum 5:5. Somit hatten die Schweden im zehnten End den letzten Stein und gerieten nie in Bedrängnis.

Nach dem souveränen Auftritt im Halbfinal gegen die USA, mit dem schon mal die erste Schweizer Frauen-Medaille seit 2006 sichergestellt wurde, hätten Silvana Tirinzoni, Alina Pätz sowie die Leadspielerinnen Selina Witschonke und Carole Howald Historisches schaffen können. Doch die Skandinavierinnen um Skip Anna Hasselborg gewannen letztlich verdient. Ausser dem Fehler im 8. End, als sie den Schweizerinnen aus dem Nichts die Chance auf ein Zweierhaus offerierten, wirkten sie souverän. Die Schwedinnen hatten bereits in der Round Robin am meisten Siege geholt.

Anna Hasselborg ist eine eigentliche Spezialistin für die grosse Olympiabühne, 2018 holte die 36-Jährige aus Stockholm Gold, vier Jahre später nach einem Sieg im Spiel um Platz 3 gegen die Schweiz Bronze. Weltmeisterin war sie hingegen noch nie.

(text:sda,pmu/bild:keystone)