22 August 2022

11’000 Objekte vor Entlassung aus bernischem Bauinventar

Seit Montag liegen die Unterlagen auf den RegierungsstatthalterĂ€mtern und online zur öffentlichen Einsichtnahme auf, wie der bernische Bildungs- und Kulturdirektion mitteilte. Von der Teilrevision betroffen sind 261 Gemeinden in neun Verwaltungskreisen. Äussern können sich bis 20. Oktober alle, die von der Teilrevision unmittelbar betroffen sind. Dazu gehören die EigentĂŒmer, aber auch die Gemeinden und weitere Institutionen. Die Denkmalpflege wird die erhaltenen Eingaben beantworten. Danach folgt die Inkraftsetzung der teilrevidierten Inventare.

Hintergrund ist eine neue Bestimmung im bernischen Baugesetz. Die Zahl der im Bauinventar verzeichneten Objekte darf demnach nur noch maximal sieben Prozent des gesamten GebĂ€udebestandes umfassen. Der Grosse Rat hatte die Obergrenze beschlossen, um Hausbesitzer von einer lĂ€stigen Pflicht zu befreien. Diese könnten selber zu ihrem Eigentum schauen und brĂ€uchten dafĂŒr nicht die Denkmalpflege, befand die Ratsmehrheit.

Erhaltenswerte Objekte sind in ihrem Ă€usseren Bestand zu bewahren. Ein Abbruch ist nur zulĂ€ssig, wenn die Erhaltung «unverhĂ€ltnismĂ€ssig» ist. Die schĂŒtzenswerten Objekte waren nicht Teil der ÜberprĂŒfung. Sie dĂŒrfen grundsĂ€tzlich nicht abgebrochen werden.
(text:pd/bild:unsplash-symbolbild)