17 August 2023

110 Tote nach Feuerkatastrophe auf Maui – Suche nach Opfern dauert an

Eine gute Woche nach Ausbruch der verheerenden WaldbrĂ€nde auf Maui ist die Zahl der Toten weiter angestiegen. In den verbrannten Gebieten des US-Bundesstaats Hawaii seien nunmehr 110 Opfer bestĂ€tigt worden, teilte Gouverneur Josh Green am Mittwoch (Ortszeit) mit. Einsatzteams hĂ€tten inzwischen rund 38 Prozent der Brandzone abgesucht. Green sprach im CNN-Interview von ĂŒber 1000 Vermissten. Die Zahl der Opfer dĂŒrfte also wahrscheinlich noch erheblich steigen.

Rund 40 LeichenspĂŒrhunde seien im Einsatz, teilten die Behörden mit. Es sei eine “sehr schwierige” Suchaktion, denn die Hunde mĂŒssten durch schwelende Schuttreste laufen, sagte die Chefin der nationalen Katastrophenschutz-Behörde Fema, Deanne Criswell, am Mittwoch. Hunderte Helfer seien vor Ort und weiteres Personal auf dem Weg.

Die BrĂ€nde auf Maui sind die tödlichsten in den USA seit mehr als 100 Jahren. Die Ursache fĂŒr die Katastrophe wird noch untersucht. Warnsirenen kamen nicht zum Einsatz, wĂŒrden aber auch hauptsĂ€chlich fĂŒr Tsunami-Warnungen genutzt, sagte der Leiter der Katastrophenbehörde auf Maui, Herman Andaya, am Mittwoch vor Reportern. Er bedauere es nicht, dass die Sirenen bei Ausbruch der Feuer nicht aktiviert wurden. Anwohner hĂ€tten dies möglicherweise als Tsunami-Warnung verstanden und wĂ€ren in höhere Lagen geflĂŒchtet, wo die Flammen heftig wĂŒteten, sagte Andaya.

(text:sda/bild:keystone)