15 Mai 2021

Zwei Alpinisten sterben in Lawine am Piz Russein GR

Am Piz Russein im Kanton GraubĂŒnden sind am Freitag zwei SkitourengĂ€nger bei einem Lawinenunfall ums Leben gekommen. Die 29- und 30-jĂ€hrigen MĂ€nner waren von einem Schneebrett erfasst und tausend Meter in die Tiefe geschleift worden. Ein dritter Mann blieb unverletzt.

Laut Angaben der BĂŒndner Kantonspolizei vom Samstag waren die drei Alpinisten am Vormittag auf dem Aufstieg zum Piz Russein in Sumvitg unterwegs. Sie legten ihre Skis in einem Depot auf rund 3100 Metern ĂŒber Meer ab und gingen die restlichen Meter zum Gipfel zu Fuss. Dabei löste sich in einem SĂŒdwesthang oberhalb der Alpinisten ein Schneebrett.

Zwei MĂ€nner wurden von den Schneemassen mitgerissen. Sie wurden rund tausend Meter ĂŒber steiles und felsiges GelĂ€nde in die Tiefe gezogen und verschĂŒttet. Ihr Bergkamerad wurde von der Lawine nicht erfasst. Er kam mit dem Schrecken davon und wurde mit einem Helikopter ins Tal in Sicherheit geflogen.

Die zwei verschĂŒtteten Alpinisten verstarben vor Ort an ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Im Einsatz standen drei Rettungshelikopter, zehn alpine Retter sowie zwei Lawinenhunde und mehrere Polizisten.

Der genaue Hergang des Lawinenunfalls war zunÀchst unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

Der Piz Russein befindet sich an der Grenze zwischen GraubĂŒnden und dem Kanton Glarus. Er gehört zum Tödi-Massiv – mit 3600 Metern ĂŒber Meer der höchste Gipfel der Glarner Alpen. Die Besteigung gilt als sehr anspruchsvoll.

(text:sda/bild:sda)