20 Dezember 2021

Ab heute: Zutrittsstopp fĂŒr Ungeimpfte

Ab (heute) Montag gelten in der Schweiz strengere Corona-Schutzmassnahmen. In InnenenrÀumen gilt grundsÀtzlich die 2G-Regel. Auffrischimpfungen gegen Covid-19 sind neu schon vier Monate und nicht erst ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung möglich.

Seit Montag erhalten nur noch geimpfte oder genesene Personen Zutritt zu InnenrĂ€umen von Einrichtungen wie Restaurants und zu Veranstaltungen drinnen. Von der VerschĂ€rfung der Zertifikatspflicht in InnenrĂ€umen sind auch sĂ€mtliche Kultur-, Freizeit- und Sportanlagen und -veranstaltungen betroffen. ZusĂ€tzlich gilt dort fĂŒr alle eine Maskenpflicht. Nur wer sitzt, darf die Maske absetzen und trinken oder essen.

Wer auf die zusÀtzliche Vorgabe verzichten will, kann freiwillig einen Test verlangen. Diese sogenannte 2G-plus-Regel ist zudem obligatorisch in Situationen, in denen die Masken- oder Sitzpflicht nicht umsetzbar ist. Also etwa in Discos, HallenbÀdern, Bars, Blasmusikproben oder Indoor-Sportarten mit Körperkontakt.

Dort erhalten auch Geimpfte und Genesene nur dann Zutritt, wenn sie zusÀtzlich einen negativen Corona-Test vorlegen. Ausgenommen sind Personen, die in den letzten vier Monaten infiziert wurden oder eine Impfung erhalten haben.

Die Schraube angezogen hat die Landesregierung auch fĂŒr den Freundes- und Familienkreis. Wenn mindestens eine weder geimpfte noch genesene Person ĂŒber 16 dabei ist, sind private Treffen im Innern neu auf zehn Personen beschrĂ€nkt.

Weiter gilt bis am 24. Januar 2022 wieder eine Homeoffice-Pflicht. Wenn Homeoffice nicht möglich ist, gilt eine Maskenpflicht, falls mehr als eine Person im BĂŒro ist.

FĂŒr Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen draussen gilt weiterhin die 3G-Regel. An Gymnasien und anderen weiterfĂŒhrenden Schulen muss im Unterricht eine Maske getragen werden.

Eine leichte Lockerung gibt es dagegen bei den Einreisebestimmungen. Neben PCR-Tests, die nicht Ă€lter als 72 Stunden sind, werden auch Antigen-Schnelltests akzeptiert, sofern der Test innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden gemacht wurde. Geimpfte und genesene Personen mĂŒssen sich in den Tagen nach der Einreise kein zweites Mal mehr testen lassen, Ungeimpfte allerdings schon.

Die ĂŒberraschendste, wichtigste und fĂŒr die Kantone wohl herausfordernste Botschaft des Bundesrates vom vergangenen Freitag ist indes die verkĂŒrzte Wartezeit fĂŒr die Boosterimpfung. Die Kantone rechnen deshalb mit einem Ansturm auf die Impfzentren und gehen von einer Verdoppelung der Zahl der zum Booster berechtigten Personen aus. Es dĂŒrfte dabei eine Priorisierung nach Alter geben, weil die Wirkung auf das Gesundheitssystem bei Ă€lteren Personen am höchsten ist.

Bereits seit Samstag in Kraft ist die freiwillige KapazitÀtsbeschrÀnkung der Bergbahnen in ihren Gondeln ab einer KapazitÀt von 25 Personen. Grosse Gondeln werden demnach nur noch zu 70 Prozent ausgelastet. Die Skipisten in der Schweiz bleiben offen. Ins Berg- und Pistenrestaurant an die wohlige WÀrme können indes ebenfalls nur noch Geimpfte oder Genesene. Ungeimpften bleibt die Verpflegung auf den Terrassen.

(text:sda/bild:unsplash-pieronigro)