3 Mai 2021

Zug dank Lebensversicherung Genoni in F├╝hrung

Der EV Zug geht im Playoff-Final gegen Gen├Ęve-Servette dank eines 1:0-Heimsiegs mit 1:0 in F├╝hrung. Die Matchwinner heissen Leonardo Genoni und Gregory Hofmann.

Zug ist dem heiss ersehnten und erdauerten zweiten Meistertitel nach 1998 einen Schritt n├Ąher. In der nur ├╝ber maximal f├╝nf Partien dauernden Finalserie fehlen noch zwei Siege. Der erste Sieg war aber ein hartes St├╝ck Arbeit. Am Ende reichte ein Tor zu Beginn des Mitteldrittels zum Sieg.

Die Genfer forderten dem Top-Titelfavoriten bereits in den ersten beiden Dritteln alles ab. Ein Trumpf der Zuger stach aber immer wieder. Sein Name: Leonardo Genoni. Bereits nach 40 Sekunden scheitert Mathieu Vouillamoz alleine vor dem Zuger Keeper. Vor allem im zweiten Drittel lief dieser dann endg├╝ltig zur Hochform auf. In der 27. Minute hat Guillaume Asselin eine Riesenchance, trifft aber den Puck nicht richtig. Wenig sp├Ąter scheitert er erneut an Genoni – so wie in der 30. Minute auch St├ęphane Patry. Asselin wird so zu einer Art tragischer Figur. Der Aushilfslegion├Ąr vom Swiss-League-Partnerklub Sierre muss f├╝r den erkrankten Spektakelst├╝rmer Linus Omark einspringen. Der Schwede h├Ątte wohl einer der grossen Chancen gen├╝tzt. Im letzten Drittel scheitert auch Simon Le Coultre – direkt von der Strafbank kommend – solo an Genoni. Dieser h├Ąlt alle 34 Abschl├╝sse der Genfer.

├ärgern muss sich auch Servettes anderer Schwede. Die sonst so zuverl├Ąssige Lebensversicherung ist zu Beginn des Mitteldrittels noch nicht ganz wach. Sein Pass aus der eigenen Zone landet genau auf de, Stock des gegnerischen PostFinance-Topskorers Jan Kovar. Dieser bedient Gregory Hofmann, der die Kaltbl├╝tigkeit und Technik unter Beweis stellt, die Asselin fehlt. Das 1:0 nach 21 Sekunden des zweiten Abschnitts bleibt der einzige Treffer.

Gestohlen ist der Zuger Sieg aber keinesfalls. Die Innerschweizer trugen ihren Teil zu einem attraktiven Spiel mit vielen Torchancen bei. Auch Carl Klingberg, Santeri Alatalo, Justin Abdelkader oder nochmals Hofmann kamen zu guten Chancen, Servettes ebenfalls ├╝berzeugender Goalie Daniel Manzato liess sich aber wie in den drei Halbfinalspielen gegen den ZSC nur einmal bezwingen (32 Paraden). Zug f├╝hrte etwas die feinere Klinge und schien im Spielaufbau etwas geordneter. Alles andere als zufrieden sein k├Ânnen sie allerdings mit dem Powerplay. Aus vier Chancen resultierte nichts Z├Ąhlbares. Im ersten Drittel kamen sie selbst in 1:52 Minuten doppelter ├ťberzahl einzig zu einem Pfostenschuss von Captain Raphael Diaz (17.).

Gen├Ęve-Servette hat noch einen weiten Weg, um den ersten Meistertitel seit 1973 (La Chaux-de-Fonds) in die Romandie zu holen. Sie m├╝ssen an ihrer Effizienz im Abschluss arbeiten – und einen Weg am Fels Genoni vorbei finden. Am Mittwoch haben sie zuhause die n├Ąchste Chance.

(text:sda/bild:pixabay)