29 November 2022

Wolf-Schutzstatus bei Berner Konvention wird nicht zur├╝ckgestuft

Der Wolf bleibt bei der Berner Konvention „streng gesch├╝tzt“. Der Antrag der Schweiz auf eine Herabstufung des Schutzstatus ist am Dienstag an der Jahrestagung des ├ťbereinkommens in Strassburg abgelehnt worden. Die Schweizer Naturschutzorganisationen begr├╝ssen dies.

Die Schweiz wollte den Wolf von der Liste der „streng gesch├╝tzten Tierarten“ streichen und in die Liste der „gesch├╝tzten Tierarten“ aufnehmen. Von den 30 Stimmberechtigten des St├Ąndigen Ausschusses der Berner Konvention sprachen sich nur sechs f├╝r den Schweizer Antrag aus. Dies sagte Friedrich Wulf, Projektleiter „Internationale Biodiversit├Ątspolitik“ bei Pro Natura, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wulf war bei der Jahrestagung in Strassburg anwesend.

Das ├ťbereinkommen ├╝ber die Erhaltung der europ├Ąischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer nat├╝rlichen Lebensr├Ąume, die sogenannte Berner Konvention, wurde 1979 in der Bundeshauptstadt unterzeichnet und von 44 L├Ąndern, darunter die Schweiz sowie der Europ├Ąischen Union ratifiziert.

Die Schweiz hatte den Antrag beim st├Ąndigen Ausschuss der Berner Konvention bereits 2018 eingereicht. Die Bearbeitung war jedoch vertagt worden. Die Kommission wollte bessere Daten zu den Wolfspopulationen abwarten.

Der nun in Strassburg vorgelegte Bericht habe Klarheit geschaffen und gezeigt, dass es keinen Grund gebe, den Schutzstatus der Art zu senken, stellt Pro Natura fest, die sich ebenso wie der WWF Schweiz, Bird Life Schweiz und die Gruppe Wolf Schweiz ├╝ber den Entscheid freut.

(text:sda/bild:pixabay)