8 M├Ąrz 2022

Wieder ├ťberflutungen in Sydney

Nur wenige Tage nach den j├╝ngsten verheerenden ├ťberschwemmungen im Osten Australiens sind in der Millionenmetropole Sydney erneut Tausende Menschen aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Starkregen habe vor allem im S├╝dwesten der gr├Âssten Stadt des Landes zu neuen ├ťberflutungen gef├╝hrt, teilten die Beh├Ârden am Dienstag mit. Zahlreiche Strassen etwa im Vorort Camden standen unter Wasser, viele Schulen in der Region New South Wales blieben geschlossen. Evakuierungsbefehle gab es f├╝r etwa ein Dutzend Vororte.

Meteorologen warnten vor Sturzfluten infolge von „intensiven Niederschl├Ągen und einem sehr gef├Ąhrlichen Gewitter“ speziell in Sydney und Hawkesbury sowie in den Blue Mountains. Das nasse Wetter werde voraussichtlich noch weiter anhalten, sagte Dean Narramore vom Bureau of Meteorology. „Es liegen harte 24 Stunden oder sogar 48 Stunden vor uns“, zitierten australische Medien den Experten. „Und selbst wenn der Regen am Mittwoch und Donnerstag aufh├Ârt, f├╝hren die Fl├╝sse noch immer Hochwasser.“ Meteorologen sprachen vom nassesten Jahresbeginn in Sydney seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1858. Seit dem 1. Januar seien bereits fast 822 Millimeter Regen gefallen – das sind 822 Liter pro Quadratmeter. Der Rekord f├╝r den gleichen Zeitraum lag bei 783 Millimetern im Jahr 1956. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Niederschlag in einem ganzen Jahr liegt in Deutschland bei 700 bis 800 Millimetern.

Seit Ende Februar hatte ein sich nur langsam bewegendes Tiefdruckgebiet bereits zu historischen ├ťberschwemmungen in vielen Teilen von Queensland und New South Wales gef├╝hrt. Mehr als ein Dutzend Menschen kamen ums Leben.

(text:sda/bild:unsplash)