5 März 2021

Weniger Fische aussetzen – mehr Daten sammeln beim Fischereimanagement

Die klimatische Entwicklung und die Kosten/Nutzen-Frage besch√§ftigt das Fischereiinspektorat im Kanton Bern. Bisher wurden an vielen Standorten Fische ausgesetzt, erkl√§rt Andreas Hertig, Bereichsleiter Fischereimanagement im Fischereiinspektorat des Kantons Bern – nun zeige sich aber, dass dies verschiedentlich nicht fruchtet. Aber nicht nur die Besatzung funktioniert weniger gut, auch sonst schrumpfen Fischbest√§nde. Die Gew√§sser werden w√§rmer, vermehrte Hochwasser schwemmen den Fischlaich weg oder trockene Fl√ľsse lassen Best√§nde schwinden, erkl√§rt Hertig.

Man wolle nun effizienter werden, besser auf die Klimaveränderungen reagieren, betont Hertig. Fischbesatz, also das Aussetzen von Fischen, solle in funktionierenden Gewässern weiterhin geschehen. Um zu erkennen, in welchen Gewässern dies aber geschieht, braucht es Daten, die das Fischereiinspektorat zusammen mit örtlichen Fischereivereinen zusammen sammelt. Ein Beispiel sei der Giessbach am Brienzersee, sagt Hertig. Grundsätzlich aber brauche es neben der Effizienzsteigerung Ursachenbekämpfung, sagt Hertig weiter, da sei der Kanton auch dran: Beschattung verbessern, Renaturierung fördern, auch im Oberland Рaber auch dies ist schlussendlich nur Symptombekämpfung einer grösseren Veränderung, der Klimaerwärmung.