5 Februar 2021

Weitere t├Âdliche Lawine in der Schweiz

Am Donnerstag ist ein 28-j├Ąhriger Snowboarder im Kanton Graub├╝nden in einer Lawine ums Leben gekommen. Er l├Âste diese beim Fahren abseits der Piste aus. Damit starben in diesem Winter bereits 18 Wintersportlerinnen oder Wintersportler im kalten Weiss. Dabei dauert die Saison noch an – und die Lawinengefahr ist weiterhin gross.

Der 28-j├Ąhrige Einheimische befuhr am Donnerstag in Celerina GR mit drei weiteren Snowboardern kurz vor 15.20 Uhr im Skigebiet Corviglia-Piz Nair einen Hang in Richtung Valletta da Schlattain, wie die Kantonspolizei Graub├╝nden am Freitag mitteilte. Der Hang lag ausserhalb der markierten und gesicherten Piste. Dabei l├Âste sich eine Lawine, die den Snowboarder erfasste.

Ein Grossaufgebot an Rettungskr├Ąften suchte nach dem Versch├╝tteten. Er wurde schliesslich nach rund einer Stunde von einem Lawinenhund gefunden. Der Mann war in einer Tiefe von rund 1,5 Metern im Schnee vergraben und verstarb trotz aller Massnahmen noch auf dem Lawinenkegel.

Damit sind gem├Ąss des Schnee- und Lawineninstituts (SLF) im Winter 2020/2021 bislang 18 Personen in den Schneemassen zu Tode gekommen. In der Vorsaison kamen insgesamt f├╝nf Menschen ums Leben. Das war der tiefste Wert seit 60 Jahren.

Das SLF warnt auf seiner Website denn auch vor der Lawinengefahr. Die anhaltenden Niederschl├Ąge in den letzten Tagen haben die Pegel der Fl├╝sse sowie die Lawinengefahr in den Schweizer Alpen ansteigen lassen. In den Schweizer Alpen herrscht daher verbreitet erhebliche Lawinengefahr, so im Wallis, im Kanton Bern, in der Innerschweiz und im Graub├╝nden. F├╝r das Wochenende ist in Teilen der Schweiz zudem ein F├Âhnsturm und Schneefall angesagt.

Es gibt allerdings auch Lawinen, die glimpflich ausgehen. So etwa jene, die am Freitag zwischen Ftan und Scuol, ebenfalls in Graub├╝nden, niederging. Roman R├╝egg von der Kantonspolizei Graub├╝nden best├Ątigte gegen├╝ber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der Zeitung „S├╝dostschweiz“, wonach Rega und Rettungswagen vor Ort gewesen seien. Allerdings seien dort keine Menschen involviert gewesen.

(SDA)