17 Januar 2021

Weger ├╝berzeugt mit 3. Rang beim Massenstart

Benjamin Weger l├Ąuft erstmals seit neun Jahren wieder aufs Weltcup-Podest. Der Walliser belegt beim Massenstart in Oberhof hinter dem Norweger Tarjei B├ und dem ├ľsterreicher Felix Leitner den 3. Rang.

Der 31-j├Ąhrige Walliser biss sich beim Rennen ├╝ber 15 km und ├╝ber 500 H├Âhenmeter dank 20 Treffern in der Spitzengruppe fest. So nahm Weger im Th├╝ringer Wald die Schlussrunde in einer Vierergruppe in Angriff. Gegen den ├Ąlteren der B├Â-Br├╝der hatte er keine Chance und auch gegen Leitner hatte er auf der Zielgeraden klar das Nachsehen. Aber den Rest des Feldes hielt der Schweizer in Schach.

Weger war einst als Senkrechtstarter im Weltcup aufgetaucht und ├╝berzeugte gleich mit vier Podestpl├Ątzen, nachdem dies vor ihm bloss Matthias Simmen und Thomas Frei je einmal geschafft hatten. Viele trauten dem Walliser eine ├Ąhnliche Karriere wie Dario Cologna im Langlauf zu. Doch Weger stagnierte. Zwar lief er vor seinem nun f├╝nften Coup fast 40 Mal in die Top Ten, aber in der absoluten Weltspitze kam er nie an.

Stattdessen stand der Mann aus Geschinen im Goms im Schatten der Biathlon-Pionierin Selina Gasparin, die mit zwei Weltcupsiegen und der Olympia-Silbermedaille in Sotschi 2014 das Eis f├╝r den Biathlonsport in der Schweiz brach. Und auch in der j├╝ngeren Vergangenheit stiegen die Frauen aufs Treppchen – mit der Staffel oder in der Person von Lena H├Ącki und Selina Gasparin.

Nach einem v├Âllig missratenen letzten Winter meldete sich Weger in den vergangenen Monaten wieder zur├╝ck, obwohl er nach einer Auszeit die Saison mit einem Trainingsr├╝ckstand in Angriff genommen hatte. Der Schweizer stieg erneut zur Nummer 1 auf. Er etablierte sich dank Platz 4 im Sprint von Kontiolahti und einem 9. Rang vor zehn Tagen im Sprint von Oberhof als Nummer 16 des Overall-Rankings im vorderen Mittelfeld.

Ein Podestplatz im Massenstart ist besonders wertvoll. Diese Wertkampfform gilt als K├Ânigsdisziplin, weil sie im Kampf Mann gegen Mann ausgetragen wird, alle dieselben Windbedingungen im Schiessstand antreffen und nur die Top 30 zugelassen sind. Zufallssieger gibt es kaum. Wegers Top-Resultat basiert neben der Treffsicherheit auch auf dem z├╝gigen Schiessen. Mit dem Tempo h├Ąlt er mit den Besten mit, obwohl er zu Beginn der Saison noch die Devise „Treffer vor Zeit“ proklamierte. Mit den guten Resultaten stieg das Selbstvertrauen und die Risikobereitschaft im Schiessen. In der Loipe hingegen hat er im Vergleich zur Konkurrenz etwas nachgelassen.

Nach Auszeit wieder da

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