10 Mai 2021

Vier Meter langer Wal aus Themse-Schleuse befreit

Einen etwa vier Meter langen Wal haben Rettungskr├Ąfte in London aus einer Themse-Schleuse befreit. Hunderte Schaulustige im Bezirk Richmond im S├╝dwesten der britischen Hauptstadt beobachteten am Sonntagabend den Beginn der Aktion. Erst nach Stunden konnten die Helfer das verletzte Tier frei bekommen. Der junge Minkwal werde an einem geeigneten Ort untersucht, sagte Glen Nicolaides von der Londoner Feuerwehr in der Nacht zum Montag der BBC. Wieso das Tier, das normalerweise im Nordatlantik zu Hause ist, fast 90 Kilometer weit die Themse hoch schwamm, war zun├Ąchst unklar. M├Âglicherweise folgte es Fischen aus der Nordsee in den Fluss und verirrte sich.

„Es ist ├╝berraschend, dass niemand den Wal auf seinem Weg zur Richmond-Schleuse gesehen hat“, sagte Julia Cable von der Hilfsorganisation British Divers Marine Life Rescue dem Sender Sky News. Die Schleuse in Richmond ist die am weitesten flussabw├Ąrts gelegene, an der noch die Nordsee-Gezeiten zu sp├╝ren sind. Um von der Themsem├╝ndung dorthin zu gelangen, muss der Wal auch durch die Innenstadt entlang des Parlaments geschwommen sein. Ein Handyvideo zeigt das Tier wenige Stunden, bevor es stecken blieb, auf H├Âhe der Barnes-Br├╝cke in Westlondon.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Wal in die Themse verirrt. Ber├╝hmt wurde der Willy genannte „River Thames Whale“, ein N├Ârdlicher Entenwal, der im Januar 2006 in dem Fluss entdeckt wurde, aber nicht gerettet werden konnte. 2019 wurden innerhalb kurzer Zeit gleich zwei tote Wale in der Themse entdeckt, allerdings deutlich n├Ąher an der M├╝ndung.

(text:sda/bild:pixabay)