27 Juli 2022

Verdi beginnt Warnstreik bei Lufthansa – Flugzeuge am Boden

Bei Lufthansa bleiben mitten in der Ferienzeit die meisten Flugzeuge am Boden. Grund ist ein Warnstreik des Bodenpersonals, das nach dem Corona-Schock f├╝r h├Âhere L├Âhne streitet.

Mit einem Warnstreik des Bodenpersonals hat die Gewerkschaft Verdi den Flugbetrieb der Lufthansa weitgehend lahmgelegt. Der Ausstand begann am Mittwochmorgen, wie Streikleiter Marvin Reschinsky der Nachrichtenagentur DPA mitteilte.

Lufthansa hat vorsorglich mehr als 1000 Fl├╝ge an den Drehkreuzen Frankfurt und M├╝nchen gestrichen. 134’000 Passagiere mussten mitten in der Ferienzeit ihre Reisepl├Ąne ├Ąndern oder ganz absagen. Bereits am Dienstag waren mindestens 47 Verbindungen ausgefallen.

Lufthansa hat den betroffenen Passagieren davon abgeraten, zu den Flugh├Ąfen zu kommen, weil dort die meisten Schalter ohnehin nicht besetzt seien. Bereits bei vorangegangenen Arbeitsk├Ąmpfen waren die Terminals am Streiktag selbst weitgehend leer geblieben.

Bestreikt werden laut Verdi am Mittwoch seit 3.45 Uhr verschiedene Lufthansa-Gesellschaften an den Drehkreuzen Frankfurt und M├╝nchen sowie in D├╝sseldorf, Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und K├Âln.

Swiss streicht ein Dutzend Fl├╝ge. Davon sind rund 1000 Passagiere betroffen, wie Swiss-Sprecherin Karin Montani am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagte. Die nicht bestreikte Direktflug-Tochter Eurowings geht hingegen von einem weitgehend normalen Flugbetrieb im gesamten Netz aus.

Lufthansa und Verdi haben erst in zwei Runden ├╝ber die k├╝nftigen Geh├Ąlter und Arbeitsbedingungen der rund 20’000 Bodenbesch├Ąftigten gesprochen. Ein dritter Termin ist f├╝r den 3. und 4. August vereinbart. Ein erstes Angebot hatte Verdi als zu niedrig abgelehnt. Die Gewerkschaft verlangt 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro.

(text:sda/bild:unsplash)